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Mehr Wein an der Mosel

Mosel-PK

(c) Michael Ritter

Warm und trocken war das Frühjahr, Frost und Hagel folgten um Ostern und Starkregen und Gewittern im Sommer: So wechselhaft das Wetter 2014 war, so schnell schwankte auch die Stimmung der rund 2500 Winzern an Mosel, Saar und Ruwer. Bei den sich häufig ändernden Wetterlagen wechselten die Vorzeichen ständig. „Den Weinbauern wurden gute Nerven und Fingerspitzengefühl abverlangt", sagte Mosel-Weinbaupräsident Rolf Haxel bei der Vorstellung seiner Erntebilanz.

Früher als erwartet war man gerade beim Riesling an die Lese gegangen, dennoch sind die Winzer doch mit dem Ergebnis und der Qualität des 2014ers nach Aussagen Haxels „insgesamt zufrieden". Mit rund 900.000 Hektolitern fuhren sie fast 30 Prozent mehr Wein ein als noch im Jahr 2013. Die Qualität sei dabei „guter Durchschnitt". Haxel freut sich deshalb über die Entlastung nach zwei kleinen Ernten, bei denen Winzer wie er nicht alle Kunden bedienen konnten-

Der Marktanteil des Moselweins ging wegen dieser kleinen Ernten in den Vorjahren im ersten Halbjahr um einen Prozentpunkt von sechs auf fünf Prozent zurück. Dramatischer war die Exportsituation, wo die Ausfuhrmenge um fast zwölf Prozent einbrach. Dabei wurde wegen der stetig international wachsenden Nachfrage nach Riesling dessen Anbau deutschlandweit und auch an der Mosel ausgeweitet. Riesling bleibt mit einem Rebflächenanteil von gut 60 Prozent "an der Mosel dominant", sagt auch Ansgar Schmitz, der Geschäftsführer des Vereins Moselwein. Mit der Erntemenge des Jahres 2014 dürfte einem "steigenden Marktanteil für Weine von Mosel, Saar und Ruwer nichts mehr im Weg" stehen, freut sich bereits Weinbau-Präsident Haxel.

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