Salzburger Ess-Spiele
Wohin zum Dinieren, lautet nur eine von vielen Fragen, die man sich während der Salzburger Festspiele stellt. Sie ist aber eine sehr wichtige, deshalb haben wir die Stadt einmal kulinarisch zusammengefasst.
Kunst und gutes Essen
Kunst „nicht als Luxusmittel für die Reichen und Saturierten, sondern als Lebensmittel für die Bedürftigen“. So formulierte Max Reinhardt vor fast 100 Jahren seine Ideen im Vorfeld der Salzburger Festspiele. Noch immer ist der Jedermann, mit dem er diese 1920 gründete, Markenzeichen des sechswöchigen Schauspiel-, Opern und Konzert-Reigens in der Domstadt an der Salzach. Auch in diesem Sommer steht neben der Neueinstudierung der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart wieder ein hochkarätiges Angebot auf dem Programm. |
Normalerweise gastiert dort über das Jahr jeden Monat ein anderer internationaler Spitzenkoch und fordert Anpassung und Zusammenarbeit von der Mannschaft. Auch hier brachte die Corona-Pandemie ihre Einschränkungen. Im Januar 2022 haben die beiden Schweden Daniel Höglander und Niclas Jönssont das Ruder übernommen. Ihre gastronomischen Sporen haben sie sich in einigen der besten Restaurants der schwedischen Hauptstadt Stockholm verdient, bevor sie im Jahr 2015 ihr eigenes Restaurant Aloe am Stadtrand eröffneten und dafür drei Jahre später mit dem ersten ud 2020 mit dem zweiten Michelin-Stern belohnt wurden und jetzt am dritten Stern arbeiten. Wer im Sommer als Gastkoch aufkochen wird, wird noch nicht verraten. Aber auch weiterhin gehen mit Sternen und Auszeichnungen gewisse Annahmen und Erwartungen einher, wenn Klein und die Gastlöche den Festspielbesuchern zeigen, wie sie aus den Erfahrungen rund um den Globus einen eigenen Stil auf höchstem Niveau entwickeln. Service und Wein sind ohnehin das ganze Jahr über so gut wie perfekt. |
(c) Connaisseur & Gourmet 2021