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Händel Festspiele 2026 in Göttingen

Julia Lezhneva.

(c) Ksenia Zasetkaya

Große Werke, spannende Entdeckungen, sympathische Stars präsentieren die Internationalen Händel-Festspiele Göttiingen vom 14. – 25. Mai 2026. Es wird ein musikalisches Festspielprogramm erster Güte, angefangen mit Julia Lezhnevas Konzert "Goldene Zeiten" über Händels Festspieloper Deidamia (HWV 42), das Oratorium Messiah (HWV 56) bis hin zur großen Jubiläumsgala mit dem FestspielOrchester Göttingen.

Den Auftakt zu den Festspielen 2026 macht am Samstag, dem 25. April 2026 die für ihren wandelbaren und kristallklaren Sopran gefeierte Julia Lezhneva. Begleitet von Luca Pianca an der Laute interpretiert die russische Sängerin in der Aula der Universität intime, tief bewegende italienische Arien von zeitloser Schönheit aus der Geburtszeit der Oper. Die Kollegen der New York Times bezeichnen ihren technisch brillanten Sopran als "engelsgleich". Der Harnoncourt-Schüler Pianca beweist mit seiner erfahrenen Begleitung und virtuosen Solostücken auf der einstigen "Königin der Instrumente" dass Lautenlieder alles andere als ein alter Hut sind.

Mit einer Jubiläumsgala am Donnerstag, 14. Mai 2026 in der Stadthalle Göttingen feiert das FestspielOrchester Göttingen sein 20-jähriges Bestehen und eröffnet gleichzeitig die Händel-Festspiele 2026. Unter der Leitung von George Petrou präsentiert das Orchester ein breit gefächertes internationales Barockprogramm mit Werken von Rameau, Bach und natürlich Händel. Mitglieder des Orchesters gestalten im Anschluss eine musikalische After-Show-Party mit barocker Volksmusik aus Osteuropa, Irish Folk und Jazz.

Tags darauf am Freitag, dem 15. Mai feiert mit Händels Deidamia die diesjährige Festspieloper im Deutschen Theater Premiere.

Der Künstlerische Leiter der Händel-Festspiele Göttingen George Petrou dirigiert und führt auch Regie bei Händels letzter Oper, die im mythologischen Griechenland spielt. In der Titelpartie ist die Händelspezialistin Sophie Junker zu hören, während Bruno de Sá als männlicher Sopranist die Rolle des Achille verkörpert. Die anspruchsvolle Partie des Ulisse übernimmt der Countertenor-Shootingstar Nicolò Balducci. Die Oper ist eine Koproduktion mit der irischen Wexford Festival Opera. Wie die Kollegen der FAZ berichtete, briach Wexford dabei mit dem Prinzip, eine Oper fürs Herz, eine für den Verstand und eine zum Vergnügen aufzuführen, denn Deidamia traf alle diese Kriterien.

Auch Händels berühmtestes Oratorium Messiah steckt voller opernhafter Dramatik und geht am 23. Mai mit Ana Maria Labin (Sopran), Sara Mingardo (Alt), Ru Charlesworth (Tenor) und Drew Santini (Bariton) als hochkarätiger und strahlkräftiger Solistenriege über die Bühne und läßt das NDR Vokalensemble mit seinen prachtvollen Chören zu Hochform auflaufen.

Aus dem barocken Umfeld Händels entfernen sich die Festspiele mit Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten. Die gemeinsame Produktion mit dem Deutschen Theater und dem Göttinger Symphonieorchesters hat Erich Sidler übernommen, der Strawinskys zeitloses unter dem Eindruck des WK I. entstandene Stpck für das Musiktheater auf die Bühne bringt. Es kombiniert unterschiedliche musikalische Einflüsse aus Folklore und Jazz und wird kombiniert mit Matthias Weckmanns Kantate Wie liegt die Stadt so wüste aus dem 17. Jahrhundert. Projektionen des Konzertdesigners Folkert Uhde lassen ein außergewöhnliches, immersives Konzerterlebnis erwarten.

Tickets für die Veranstaltungen können über die Homepage der Händel-Festspiele hndl.de erworben werden unter: hndl.de

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