Chormusik wie im Himmel
Sandy Mölling, Brigitte Grothum, Helena Charlotte
(c) BHF/Steffen Sennewald oder Johannes Schembs
Als der Regisseur Kay Pollak im Jahr 2004 den Musikfilm „Wie im Himmel“ in die Kinos brachte, endete eine lange künstlerische Pause, in die ihn der Tod des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme gestürzt hatte, über den damals fälschlicherweise berichtet wurde, er wäre nach dem Kinobesuch eines Films von Pollak ermordet worden. Pollok hatte für den Film selbst das Drehbuch verfasst und erzählt darin die Geschichte des berühmten Dirigenten Daniel Daréus, der sich nach einem Zusammenbruch in sein Heimatdorf zurückzieht und dort die Leitung des Kirchenchors übernimmt. Durch diese Arbeit entdeckt er die heilende Kraft der Musik und findet neue Freude am Leben, während er gleichzeitig alte Konflikte im Dorf aufdeckt und alte Wunden heilt. Der Chorfilm mit spirituellem Beiklang kam gut beim Publikum an und die Kritik lobte seine Nominierung für den Oscar, als „ein bewegendes Fest der Musik und des Lebens.“
Brigitte Grothum, Walter Kreye, Anna Graenzer
(c) BHF/Johannes Schembs
Schon 2018 fand der Filmstoff als Musical den Weg auf die Bühnen in Norwegen und später auch im deutschsprachigen Raum. Doch Regisseur und Festspiel-Intendant Joern Hinkel brachte Pollaks Stück 2024 erstmals mit neu komponierter Musik von Jörg Gollasch, der in diesem Jahr die Musik für seine Sommernachtsträume verfasste, auf die Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine. Der mit fast 50 Sängerinnen und Sängern bestückte Chor holte sich zusammen mit Helena Charlotte Sigal in einer der Hauptrollen die beiden Hersfeldpreise. Herausgekommen ist dabei eine energiegeladene Inszenierung, die viel Wert auf Menschlichkeit legt. |
Viele der anderen Darsteller, wie Bettina Hauenschild, Anna Graenzer, Günter Alt, Marina Lötschert, Wolfgang Seidenberg, Peter Englert und Mathias Znidarec sind durch ihre Mitwirkung bei den Sommernachtsräumen für das Publikum keine Unbekannten. |
Henry Arnold und Thorsten Nindel
(c) BHF/Johannes Schembs
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