Die schönsten Ausstellungen

Kunst und Gastronomie an Bord der Mein Schiff 4

Mein Schiff im Hafen

(c) Michael Ritter

Mein Schiff 4 als Vorzeigeprojekt maritimer Kunst

In einer Zeit, in der Kreuzfahrten längst mehr sind als nur Transport von A nach B, hat sich die Kunst auf modernen Kreuzfahrtschiffen zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal gemausert. Besonders TUI Cruises als deutscher Marktführer der Premium-Kreuzfahrten hat sich für ihre Mein Schiff-Flotte dem Anspruch verschrieben, den Gästen nicht nur maritime Erlebnisse, sondern auch kulturelle Bereicherung zu bieten. Pionier dieser Entwicklung ist die Mein Schiff 4, die 2015 in Dienst gestellt wurde und mit als schwimmendes Museum konzipiert ist. Wybcke Meier, seit Jahren CEO der Hamburger Reederei, sagt dazu: „Kunst ist vielfältig und individuell zugleich. So wie unser Produkt. Wir möchten unseren Gästen die Möglichkeit bieten,

Kunst in einer angenehmen Urlaubsatmosphäre ganz in Ruhe und ohne jeglichen Zwang zu erleben.“ Das komfortable Kreuzfahrtschiff beherbergt eine beeindruckende Kunstsammlung von über 6.000 Werken, die sich über alle öffentlichen und privaten Bereiche des Schiffes erstreckt. Inspiriert vom TUI-Blau in all seinen Schattierungen findet man ein breites Angebot: von großformatigen Gemälden in den Treppenhäusern über skulpturale Installationen in den Restaurants bis hin zu fotografischen Serien in den Kabinengängen – Kunst ist allgegenwärtig und integraler Bestandteil des Schiffsdesigns. Dabei wurde die Sammlung nicht beliebig zusammengestellt, sondern folgt einem durchdachten Konzept, das Unterhaltung, Bildung und Ästhetik miteinander verbindet.





Kaviarauswahl in der XLounge

(c) Michael Ritter

Gastronomie an Bord

An Bord der „Mein Schiff 4“ haben die Passagiere eine Auswahl zwischen neun verschiedenen Restaurants und Bistros. Hinter dem Büffetrestaurant Ankermannsplatz verbirgt sich der Lieblingsort vieler Fisch-Fans: das „Gosch Sylt“, das mit kalten und warmen Fisch- und Meerestiervariationen im umfangreichen Premium-All Inclusive-Konzept des Veranstalters enthalten ist, wie viele Bars und Bistros auch.

Im Atlantik mit seinen Alternativen Klassik und Mediterran und Service am Platz serviert man täglich wechselnde 5-Gang-Menüs und es fällt meist nicht leicht, bei dem schmackhaften Angebot an Leckereien eine Wahl zu treffen. Markengetränke, Weine und Cocktails, für die bei vielen anderern Kreuzfahrtgesellschaften Zusatzkosten anfallen, sind hier bereits inkludiert.

Doch auch die exklusiven Restaurants sind trotz der überschaubaren Zusatzkosten beliebt und Sushifans freuen sich immer, wenn sie einen Platz im begehrten „Hanami“ von Tim Raue erobern konnten. Nicht wenige Gäste nutzen dabei gerne das gehobene Fitnessangebot an Bord, um auch beim Checkout noch in die Kleidung zu passen, denn manch einer schaut auch beim rund um die Uhr geöffnete Tag & Nacht Bistro vorbei, wo man immer etwas passendes für den kleinen und etwas größeren Hunger findet.

Ankunft in Klaipeda

(c) Michael Ritter

Die Kuratoren aus Oslo: Kunstexpertise vom Fjord

Für die Zusammenstellung der Kunst an Bord der Mein Schiff 4 hat sich TUI Cruises die norwegische Firma International Corporate Art (ICArt) aus Oslo ins Boot geholt, was nicht despektierlich zu verstehen ist. Das Unternehmen hat sich als Spezialist für maritime Kunstberatung einen Namen gemacht und arbeitet seit Jahren mit verschiedenen Reedereien zusammen, um deren Schiffe in schwimmende Kunstgalerien zu verwandeln. Damit unterscheidet es sich wesentlich von anderen Cruise Lines, vor allem aus den USA, bei denen auch bei der Kunst dem Profit oberste Priorität eingeräumt wird.

ICArt wurde von erfahrenen Kunsthistorikern und Kuratoren gegründet, die ein profundes Verständnis sowohl für zeitgenössische Kunst als auch – und das gilt es bei der Auswahl unbedingt zu berücksichtigen - für die besonderen Anforderungen maritimer Umgebungen mitbringen. Geleitet wurde das Team von Helene Haaland Mustad als Projektmanagerin und Kuratorin, die über jahrzehntelange Erfahrung in der Kunstbranche verfügt und in den USA und Oslo Kunstgeschichte studiert hat. Mustad und ihr Team entwickelten gemeinsam mit TUI Cruises ein umfassendes Konzept, das die Vielfalt zeitgenössischer Kunst mit den besonderen Anforderungen einer maritimen Umgebung verbindet.

Ihre Philosophie basiert auf der Überzeugung, dass Kunst an Bord mehr sein muss als bloße Dekoration. Es sollen immersive Kunsterlebnisse erschaffen werden, die den Charakter des Schiffes prägen und den Gästen unvergessliche visuelle Begegnungen ermöglichen.

Für die Mein Schiff 4 entwickelte sie zusammen mit ihrer Mannschaft ein umfassendes Konzept, das verschiedene künstlerische Strömungen, Medien und kulturelle Perspektiven vereint. Das Konzept sieht vor, dass verschiedene künstlerische Medien vereint werden – von Malerei und Skulpturen über Installationen, Fotografie und Videos bis hin zu Graffitis und Posterdrucken.

Ein wesentlicher Aspekt, der bei der Kunstauswahl berücksichtigt wurde, ist die Zielgruppe von TUI Cruises. Im Gegensatz zu vielen internationalen Kreuzfahrtanbietern richtet sich TUI Cruises derzeit hauptsächlich an den deutschsprachigen Markt. Die Gäste kommen überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, und Bordsprache der für den Service zuständigen Mitarbeiter ist überwiegend Deutsch oder Englisch. Das spiegelt sich auch in der Kunstauswahl wider, die zwar international orientiert ist, aber auch einen Fokus auf deutschsprachige Künstler legt.

"Kunst ist vielfältig und individuell zugleich. So wie unser Produkt", erklärte Wybcke Meier, langjährige CEO von TUI Cruises, bei der Vorstellung des Kunstkonzepts. "Wir möchten unseren Gästen die Möglichkeit bieten, Kunst in einer angenehmen Urlaubsatmosphäre ganz in Ruhe und ohne jeglichen Zwang zu erleben."

Am obersten Deck erlaubt die überdimensionale rosarote Brille „Sea Pink“ von Hans Moser auch bei grauem Wetter alles rosarot zu sehen, doch viele nutzen sie bei strahlendem Sonnenschein für Selfies, um Freunde zu Hause neidisch werden zu lassen. Ebenso beliebt sind die Skulpturen der Erdmännchen, die neugierig auf dem Deck stehen.

Pinguin am Ausguck

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Kunstgenuss, Wellness und Kulinarik

Etliche Gäste wodmen sich an Seetagen oder am Abend nach ausgiebigen Besichtigungen der Reisestationen neben Gastronomie und Wellness den künstlerischen Highlights an Bord. Die Kunstsammlung auf der Mein Schiff 4 folgt einem durchdachten Konzept, das Kunst als integralen Bestandteil des Wohlfühlerlebnisses versteht. Auf allen Decks des Schiffes – in den Restaurants, dem SPA, den Treppenhäusern oder auf dem Pooldeck – finden Gäste unterschiedlichste Kunstwerke. Dabei erstreckt sich die Vielfalt der Sammlung von Malerei und Skulpturen über Installationen, Fotografie und Videos bis hin zu Graffitis und Posterdrucken.

An Bord sind sowohl bekannte Künstler der jüngeren und mittleren Generation wie Jorinde Voigt, Daniele Buetti, Jacob Gasteiger, Robert Lucander als auch der Graffiti-Künstler DAIM (Mirko Reisser) vertreten.

Die Bandbreite reicht von etablierten Namen bis zu weniger bekannten Talenten, was der Sammlung eine besondere Frische und Authentizität verleiht.

Ein Teil der ausgestellten Werke sind exklusive Auftragsarbeiten, die speziell für die Mein Schiff 4 geschaffen wurden. Ein anderer Teil wurde in Galerien oder bei den Künstlern selbst ausgewählt und erworben. Diese Mischung aus speziellen Werken für das Schiff und kuratierten Ankäufen verleiht der Sammlung Tiefe und Zusammenhalt.

Mark Mosers Sea Pink

(c) Michael Ritter

Künstlerische Highlights an Bord

Zu den besonderen Highlights der Kunstsammlung gehören mehrere Werke, die sich durch ihre Präsenz und Originalität auszeichnen. Auf mehreren Decks finden sich die charakteristischen Holzfiguren von Jonas Kötz, einem Kinderbuchautor, Illustrator und Bildhauer. Seine Skulpturen mit den dicken Bäuchen und den ausdrucksstarken Augen sind unverkennbar und vermitteln eine spielerische, zugängliche Ästhetik.

Am Haupteingang des Restaurants Atlantik – Klassik auf Deck 3 sind die beeindruckenden Bleistiftskulpturen von Tieren und Pflanzen der bekannten US-Künstlerin Jennifer Maestre zu bewundern. Maestre hat eine einzigartige Technik entwickelt, bei der sie aus farbigen Bleistiften komplexe, organische Formen schafft, die an Seeigel und andere Meereslebewesen erinnern. Diese Werke schaffen eine faszinierende Verbindung zwischen Material, Form und maritimem Kontext. Im Restaurant selbst dominiert ein eindrucksvoller Kronleuchter den Saal.

Im Achterntreppenhaus erstreckt sich über insgesamt 13 Decks die beeindruckende Fotoserie "Free Falling" der norwegischen Fotografin Marianne Lind. Die großformatigen Fotografien zeigen Silhouetten von jugendlichen Turmspringern – sowohl in der Luft schwebend als auch beim Warten auf den Sprung.

Die vertikale Installation nutzt die architektonische Besonderheit des Treppenhauses optimal aus und schafft eine dynamische, fast filmähnlich Erfahrung, wenn Passagiere die Treppen hinauf- oder hinabsteigen.

Ein absolutes Highlight und beliebtes Fotomotiv ist die bereits erwähnte überdimensionale rosarote Sonnenbrille "Sea Pink" auf Deck 15. Der Bildhauer Marc Moser setzt den Passagieren der Mein Schiff 4 mit diesem Werk buchstäblich die "rosarote Brille" auf. Die Installation ist nicht nur ein kunstvolles Statement, sondern lädt auch zur Interaktion ein – sie ist einer der beliebtesten Orte an Bord für Selfies und Erinnerungsfotos.

Im Klanghaus auf Deck 4 sind die einzigartigen Zeichnungen von Jorinde Voigt zu bewundern. Voigt, eine der renommiertesten zeitgenössischen deutschen Künstlerinnen, ist bekannt für ihre komplexen, an musikalische Notation erinnernden Zeichnungen, die Bewegung, Zeit und Raum visualisieren. Ihre Werke fügen sich perfekt in die kontemplative Atmosphäre des Klanghauses ein, wo klassische Musik in einzigartiger Akustik erlebt werden kann.

Kunst an Bord

(c) Michael Ritter

Kulinarik aus den Reiseregionen

Eingelegte Gurken

(c) Michael Ritter

An Bord bekommt man auch einen guten Eindruck von der Gastronomie der auf den kreuzfahrten bereisten Ländern und Regionen, denn nur ein Teil der Gäste gewinnt auf den angebotenen Ausflügen in den Häfen oder bei Recherchen auf eigene Faust tiefergehende Erkentnisse beim Besuch von Restaurants. Oft lohnt aber der Bummel über den Markt oder der Besuch der örtlichen Markthallen. Um dies bei der Gastronomie an Bord zu berücksichtigen hat TUI Cruises für Mein Schiff die Gastronomie stark auf die Reiserouten abgestimmt, um regionale kulinarische Erlebnisse zu bieten. Bei Reisen ins östliche Mittelmeer zählen dann zu den attraktiveb Inklusiv-Angeboten Themenrestaurants wie die griechische "Taverna Dionysos" oder spezifische Fisch-Bistros wie das "La Vue" auf Mein Schiff 4, ergänzt durch regionale Snacks wie Döner oder Falafel an der Snackbar Bosporus. Bei Reisen in den Nordatlantik und ins Baltikum stehen häufig Fischgerichte und nordisch angehauchte Menüs auf der Karte des Hauptrestaurants. Bei Reisen in die Karibik oder nach Südostasien passt das Küchenteam die Buffets und Snack-Stationen oft mit tropischen Früchten oder regionalen Spezialitäten an das jeweilige Fahrtgebiet an. Immer hat man sich aber auf vielen Routen etwas Besonderes ausgesucht und lädt ein zu speziellen Themen-Events, Wein-Verkostungen oder Strudel-Workshops.

Die Köche an Bord bei Reisen durchs Baltikum lassen sich dann gern durch dessen Gastronomie leiten, bringen aber statt einfacher, bodenständiger Bauernküche raffinierte kulinarische Gerichte auf den Tisch oder das Büffet, bei denen lokale Zutaten, traditionelle Rezepte und moderne Kochtechniken verbunden werden.

Dort macht schon seit Jahren die "New Nordic Cuisine" von sich reden, bei der sternegekrönte Chefköche Gerichte kreieren, die baltsiche Identität auf dem Teller sichtbar machen. Wildkräuter aus den heimischen Wäldern, Fisch aus den klaren Gewässern, Pilze, Beeren und Wurzelgemüse werden dabei zu kunstvollen Kompositionen arrangiert. Ein Degustationsmenü kann dann schon einmal Spezialitäten wie gebeiztes Rentier, fermentierten Kohl oder Schwarzbrot-Eis zu gegrilltem Hecht mit Sanddorn-Emulsion beinhalten, denn diese Region ist geprägt von den langen, dunklen Wintern und den kurzen, intensiven Sommern und traditionell kegt man dort Lebensmittel ein, räuchert, salzt und fermentiert sie, um die kargen Monate zu überstehen. Heute erleben Diese Konservierungstechniken eine Wiederentdeckung als bewusste Geschmacksentscheidung. Gerne machen sich Gäste auf den Stationen der Reise auf zur Erkundung der lokalen Märkte, wie dem Balti Jaam in Tallin oder dem Markt von Riga, die authentische Einblicke in die baltische Esskultur bieten. Da stapeln sich hausgemachte Wurstwaren, eingelegte Gurken in allen Variationen, frisch geräucherter Fisch und selbstgebackene Piroggen.

Holzfigur von Jonas Kötz

(c) Michael Ritter

Die Herausforderungen maritimer Kunstkuration

Die Zusammenstellung einer Kunstsammlung für ein Kreuzfahrtschiff stellt Kuratoren vor besondere Herausforderungen, die Helene Haaland Mustad und ihr Team bei ICArt meistern mussten. Die salzhaltige Luft, Vibrationen, Temperaturschwankungen und die ständige Bewegung des Schiffes erfordern spezielle konservatorische Maßnahmen und eine sorgfältige Auswahl der Materialien.

Alle Kunstwerke auf der Mein Schiff 4 wurden vor ihrer Installation behandelt, um sie gegen maritime Bedingungen zu schützen. Gemälde erhielten spezielle UV-Schutzverglasungen, um Farbveränderungen durch Sonneneinstrahlung zu verhindern. Skulpturen aus wetterempfindlichen Materialien wurden nur in klimatisierten Innenbereichen platziert. Alle Befestigungssysteme wurden nach strengsten Sicherheitsstandards konstruiert, um auch bei schwerem Seegang absolut sicher zu sein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Berücksichtigung der unterschiedlichen Lichtverhältnisse auf einem Schiff. Während einige Bereiche von natürlichem Licht durchflutet werden, liegen andere in permanenter künstlicher Beleuchtung. ICArt entwickelte für jeden Bereich spezifische Beleuchtungskonzepte, die die Kunstwerke optimal zur Geltung bringen, ohne sie durch zu intensive Bestrahlung zu schädigen.

Bei der Auswahl der Werke musste auch die Langlebigkeit der Materialien berücksichtigt werden. Kunstwerke auf einem Kreuzfahrtschiff sind einer wesentlich höheren mechanischen Belastung ausgesetzt als in einem Museum. Die tägliche Reinigung, der ständige Publikumsverkehr und die Bewegungen des Schiffes erfordern robuste Materialien und solide Verarbeitung.

Kunst an Bord

(c) Michael Ritter

Die Kabinen und Suiten an Bord

Die eigene Kabine oder Suite ist immer ein beliebter Rückzugsort auf hoher See, wenn man mit sich oder mit seinen Liebsten allein sein möchte. Dabei ist das Angebot an unterschiedlichen Kabinenarten groß und jede Kabine bietet den Raum für Entspannung und Erholung – ganz gleich, ob mit Blick auf das Meer oder in der Ruhe einer der Innenkabinen. In den neuesten Schiffen 7, Relax und Flow der Mein Schiff-Flotte hat man ein Angebot für Einzelreisende kreiert, indem man kleine 8 qm-Einzelkabinen für Innen und Außen konstruiert hat, in denen Einzelreisende einen preiswerten Ort zum Wohlfühlen finden ohne auf die Premium-Angebote an Bord verzichten zu müssen. Die normale Innenkabine ist mit 17 qm gut doppel so groß und erlaubt die Belegung mit bis zu 4 Personen. Wer nicht auf Ausblick verzichten möchte bekommt bei den gleichgroßen Außenkabinen ein großes Panoramafenster, dass dazu einlädt, die Weite des Meeres zu genießen. Bei den balkonkabinen kommt dabei noch der 5 bis 7 qm große Balkon dazu, auf dem man seine Privatsphäre auch beim Sonnenbaden genießen kann. Auf der Relax und Flow gibt es dies auch für Einzelreisende. Eine Schippe an Wellness drauladen kann man durch die Buchung einer SPA Balkonkabine, bei denen Wohlfühl-Paket mit Wellness, Fitness, Sauna und Pflegeprodukten inkludiert ist.

Gerade wer mit großer Familie reist, sollte sich die Familienkabinen anschauen, die durch große Fenster den Blick auf den Bug des Schiffs freigeben und bis zu 44 qm groß sind. Da diese auf der Mein Schiff 4 ohne Balkon sind, könnte die Wahl eines anderen Schiffs der Flotte oder auch die Kombi Balkonkabine am Heck eine gute Wahl sein. Dort kann man zu sechst - zusammen mit Freunden oder Familienmitgliedern - die private Atmosphäre eines großen gemeinsamen Balkons genießen. Wer dafür nicht die ganze Familie einpacken möchte, wird in der Premium Verandakabine mit einer opulenten Veranda mit 30 qm verwöhnt.

Noch mehr Komfort genießen Gäste der Junior Suiten und Suiten. Schon die Junior Suite ist mit ihren 26 qm und dem etwas größeren Balkon ein echter Ort zum Wohlfühlen. Dort stehen den Gästen eine kostenfreie Tageszeitung, eine Spielekonsole, der kostenfreie internetzugang und Getränke in der Minibar zur Verfügung und die speziellen Services wie der Zugang zur exklusiven X-Lounge, den Suiten-Restaurants und dem X-Sundeck, zum Excellence-Service mit Concierge für allen Buchungen und separaten Check-In auch schon vor der allgemeinen Zeit. Noch mehr Raum zwischen 39 und 88 qm) gewähren die Suiten, teils mit Meerblick durch bodentiefe Panoramafenster und Dachterrasse.

Kunst als Erlebnis: Interaktiv und digital

Schnell fällt auch der innovative Aspekt der Kunstintegration ins Auge. TUI Cruises hat erkannt, dass die bloße Präsenz von Kunst nicht ausreicht – die Gäste sollten auch die Möglichkeit haben, mehr über die Werke und Künstler zu erfahren. Aus diesem Grund wurde ein innovativer, mobiler Kunst-Guide entwickelt, der über die Mein Schiff WebApp zugänglich ist.

"Wir wollen unsere Gäste dazu animieren, unser 'Kunstschiff' auf eigene Faust zu erkunden", erklärte Wybcke Meier. Die App funktioniert auch im Offline-Modus und ermöglicht es den Gästen, einen individuellen Kunstrundgang über das Schiff zu machen. Zu ausgewählten Werken erhalten sie Hintergrundinformationen über die Künstler, die Entstehungsgeschichte und kunsthistorische Kontexte.

Dieser Ansatz macht die Kunstsammlung zu einer bildenden Erfahrung und spricht besonders Gäste an, die sich intensiver mit den Werken auseinandersetzen möchten. Gleichzeitig bleibt die Kunst für diejenigen, die einfach nur die ästhetische Erfahrung genießen möchten, ohne Zwang zugänglich.

Mein Schiff im Hafen

(c) Michael Ritter

Kunstgenuss auch auf Landausflügen

Kunst gibt es nicht nur an Bord des Schiffs. Auch manche der besuchten Hafenstädte bieten eine reiche Auswahl. Ein Highlight war dabei bisher stets St. Petersburg. Leider ist der Ort nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine durch die folgenden Sanktionen der EU nicht mehr zugänglich. Seit Oktober 2025 dürfen touristische Dienstleistungen nach Russland nicht mehr verkauft werden, doch TUI Cruises hat schon im Sommer 2022 aus ethischen und moralischen Gründen das ehemalige Leningrad aus dem Programm genommen und durch Alternativen wie Helsinki, Kopenhagen und Visby ersetzet.

Dadurch entgeht Reisenden die Möglichkeit, eine Führung durch das Staatliche Eremitage-Museum zu buchen, das zu den größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt gehört und aus einer kleineren Sammlung von Zarin Katharina der Großen hervorging, die diese in ihren privaten Gemächern im Winterpalast aufbewahrte. Heute sind dorr rund drei Millionen Exponaten in den mehr als 350 Sälen zu bewundern. Wenn der Krieg hoffentlich bal beendet und die Sanktionen aufgehoben sind, wird sicherlich auch recht schnell Mein Schiff und seine Gäste zurückkehren.

Schon der Winterpalast selbst ist ein Kunstwerk, ein türkisgrünes Barockgebäude mit weißen Säulen und goldenen Verzierungen, das die Uferpromenade der Newa dominiert und einen guten Eindruck von der Pracht des Zarenreichs bietet.

Auch der Palast im nahen Puschkin wird dann wohl wieder ein Ausflugsziel werden, denn er beherbergt eine spektakuläre Rekonstruktion des Bernsteinzimmers, das man gerne als "achtes Weltwunder" bezeichnet. Anfang des 18. Jahrhunderts war es ein Geschenk von Friedrich Wilhelm I. an Zar Peter dem Großen als Zeichen der preußisch-russischen Freundschaft. Zarin Elisabeth ließ es im Katharinenpalast installieren und erweitern. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs verschwand es spurlos. Ob es nach dem Umzug nach Königsberg in den Flammen verbrannte, absichtlich versteckt wurde oder als Beute abtransportiert wurde? Das ist bis heute ungeklärt.

Im Jahr 2003, zum 300-jährigen Jubiläum Sankt Petersburgs hatte man das rekonstruierte Bernsteinzimmer feierlich eröffnet - mit Wladimir Putin und Gerhard Schröder. Es war als Symbol der Versöhnung gedacht. Verglichen mit heutigen Kosten selbst für kleinere Bauvorhaben waren die 12 Millionen Euro dafür echte Peanuts.

Eremitage

(c) Michael Ritter

Mehr als ästhetischer Luxus

Doch wie steht es um die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Sammlungskonzepts an Bord? Die umfangreiche Kunstsammlung auf der Mein Schiff 4 ist nicht nur ästhetischer Luxus, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. In der hart umkämpften Kreuzfahrtbranche suchen Reedereien nach Alleinstellungsmerkmalen, die über Routenangebote und Bordservice hinausgehen. Die Positionierung als "Wohlfühlschiff" mit umfassender Kunstintegration spricht eine kulturell interessierte, zahlungskräftige Zielgruppe an.

TUI Cruises hat erkannt, dass Kunst ein wesentlicher Bestandteil des Gesamterlebnisses ist. Das Unternehmen bewirbt die Kunstsammlung aktiv in seinen Marketingmaterialien und bei der Markenkommunikation. Die Investition in hochwertige Kunst zahlt sich durch Kundenbindung, positive Mundpropaganda und Presseberichterstattung aus.

Kulturell gesehen leistet die Mein Schiff 4 einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung von Kunst.

Während der Zugang zu bedeutenden Kunstsammlungen oft auf Großstädte und spezielle Kulturinstitutionen beschränkt ist, bringt die Mein Schiff 4 hochwertige zeitgenössische Kunst zu Menschen, die möglicherweise sonst wenig Berührungspunkte damit hätten. Die Kunstwerke sind frei zugänglich, es gibt keine Eintrittspreise oder Öffnungszeiten – Kunst wird zum selbstverständlichen Teil des Alltags an Bord.

"Wir zeigen an Bord unserer Schiffe, dass Kunst nicht elitär sein muss", betonte Wybcke Meier. "Ziel ist es, den begrenzten Raum auf dem Schiff bis in jede kleine Ecke besonders schön zu gestalten." Dieser Ansatz spiegelt sich in der gesamten Gestaltungsphilosophie wider: Vom kleinen Bild in der Kabine über Installationen in den Restaurants oder den Gängen bis hin zu Skulpturen am Pool sind die Kunstwerke niemals aufdringlich, aber immer eindringlich.

Kunst an Bord

(c) Michael Ritter

Die Zusammenarbeit zwischen ICArt und TUI Cruises

Kunst an Bord

(c) Michael Ritter

Die erfolgreiche Kunstintegration auf der Mein Schiff 4 ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen ICArt und TUI Cruises. ICArt brachte die kunsthistorische Expertise und die Kontakte zur internationalen Künstlerszene ein, während TUI Cruises das Verständnis für die Bedürfnisse und Erwartungen der deutschsprachigen Gäste beisteuerte.

Diese Partnerschaft hat sich bewährt: ICArt arbeitete auch an der Neugestaltung der „Pioniere“ der Mein Schiff Flotte und an den nachfolgenden Schiffen mit. Für die Mein Schiff 1 und die Mein Schiff 2 platzierte ICArt 2018 und 2019 jeweils über 150 einzigartige Kunstwerke in den öffentlichen Bereich. Dabei arbeitete das Unternehmen mit vielen Künstlern zusammen, wie Mariko Kusumoto und Anna Masters, die fein detaillierte und delikate Arbeiten beitrugen, sowie Clemens Behr und Niels Buschke, die großformatige, ortsspezifische Installationen über mehrere Decks hinweg schufen.

Erdmännchen beobachten die Badenden

(c) Michael Ritter

Kunst auf den weiteren Schiffen der Flotte

Das Kunstkonzept der Mein Schiff 4 setzte Maßstäbe für die gesamte Flotte. Auf der 2016 in Dienst gestellten Mein Schiff 5 und der ein Jahr später dazugekommenen Mein Schiff 6 hat man erstmals die international renommierte Editionsgalerie LUMAS als Partner mit an Bord geholt. LUMAS entwickelte ein eigens für die Wohlfühlschiffe zugeschnittenes künstlerisches Gesamtkonzept.

Neben bekannten LUMAS Künstlern wie Thomas Zeitlberger, Matthew Cusick, Renaud Delorme, Dieter Blum und Stefan Saalfeld können Passagiere auf diesen Schiffen auch eine Vielzahl weiterer zeitgenössischer Werke entdecken. Auch der kommerzielle Aspekt wurde dabei stärker berücksichtigt, denn die tägliche Auseinandersetzung mit der Fotokunst während der Kreuzfahrt weckt beim ein oder anderen Gast den Wunsch, diese auch im eigenen Heim zu genießen. Dazu lädt die neue LUMAS Bar ein, in deren integrierter Galerie integriert die wurde, in der Gäste die ausgestellten Werke nicht nur bewundern, sondern Kunstwerke aus dem gesamten LUMAS Portfolio auch kaufen können.

Auf der Mein Schiff 6 schuf der Hamburger Street-Art Künstler 1010 eine beeindruckende Installation auf speziellen Kunststoffböden und -wänden am Eingang der TUI Bar auf Deck 4. Der Künstler ist bekannt für seine Murals, die Wänden durch optische Täuschungen mehr Tiefe verleihen. Durch die Überlagerung warmer und kühler Farbabstufungen auf schwarzem Hintergrund erzielt er auf der zweidimensionalen Oberfläche einen dreidimensionalen Effekt.

Ein besonderes Highlight auf der Mein Schiff 6 ist die Hommage an Udo Lindenberg. Der Künstler Zac Freeman setzte dem Panikrocker ein ungewöhnliches Denkmal: Aus verschiedenen Materialien wie original Lindenberg-Socken, einer Krawatte, einer Sonnenbrille und den obligatorischen Zigarren entstand ein Portrait, das die Gäste am Eingang zum Studio auf Deck 4 begrüßt.

Ein wichtiger Aspekt bei der Konzeption der Kunstsammlung ist die Förderung lebender Künstler. ICArt arbeitet bevorzugt mit zeitgenössischen Kunstschaffenden zusammen und sorgt dafür, dass diese fair für ihre Werke entlohnt werden. Dies unterscheidet die Sammlung von vielen traditionellen Kreuzfahrtschiffen, die oft auf Reproduktionen oder historische Werke setzen.

Die Beauftragung von Künstlern für spezifische Installationen schafft nicht nur einzigartige Kunstwerke, sondern unterstützt auch die zeitgenössische Kunstszene. Für viele Künstler bietet die Präsentation ihrer Werke auf einem Kreuzfahrtschiff, das jährlich tausende Gäste transportiert, eine wertvolle Plattform und Sichtbarkeit.

Darüber hinaus werden gezielt auch weniger bekannte oder aufstrebende Künstler gefördert. Diese Mischung aus etablierten Namen und Neuentdeckungen verleiht der Sammlung eine besondere Dynamik und Authentizität. Sie zeigt, dass Kunst nicht nur aus bekannten Meisterwerken besteht, sondern ein lebendiger, sich ständig entwickelnder Prozess ist.

Holzfiguren von Jonas Kötz

(c) Michael Ritter

Die Zukunft der Kunst auf See

Die Mein Schiff 4 und ihre Schwesterschiffe haben Maßstäbe gesetzt, die auch für zukünftige Schiffe der Flotte und der gesamten Kreuzfahrtbranche Bedeutung haben. ICArt arbeitet kontinuierlich an neuen Konzepten für maritime Kunstintegration und beobachtet Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunstszene, um diese auf See zu übersetzen.

Eine interessante Entwicklung ist die zunehmende Integration digitaler Kunstformen. Während die Mein Schiff 4 noch hauptsächlich auf traditionelle Medien wie Malerei, Skulptur und Fotografie setzt, experimentieren neuere Projekte mit digitalen Installationen, Videokunst und interaktiven Elementen. Diese erweitern das künstlerische Spektrum und sprechen besonders jüngere, technikaffine Gäste an.

Auch das Thema Kunst und Nachhaltigkeit wird zunehmend wichtiger.

Zukünftige Projekte könnten verstärkt mit Künstlern zusammenarbeiten, die sich in ihrer Arbeit mit Umweltthemen, Meeresschutz und nachhaltigem Tourismus auseinandersetzen. Solche Werke können nicht nur ästhetisch bereichernd sein, sondern auch Bewusstsein für ökologische Fragen schaffen – ein Anliegen, das TUI Cruises mit seiner Umweltstrategie bereits verfolgt.

Markanter Kristallleuchter im Atlantic Restaurant

(c) Michael Ritter

Besonderer Komfort - die XLounge

Auch wenn das Angebot von TUI Cruises mit seinen Premium-Alles-Inklusive-Kreuzfahrten mit über 100 Markengetränken, Kaffee, Tee & Co, Premiumeis, Kaffee in der Kabine und im Reisepreis enthaltenen Trinkgeld zu den besten der Branche gehört, möchte man für Gäste, die für ihre Reise eine Suite oder Junior-Suite buchen noch eine Schippe drauflegen.

Es fängt schon bei der Anreise an, wenn Suite-Gäste nach Voranmeldung den Early-Check-In nutzen und sonst den priorisierten Check-In in einem speziellen Bereich nutzen können. Später bietet die X-Lounge ihnen einen exklusiven Rückzugsort. Dort können Reisende eine besonders ruhige und private Atmosphäre, fernab des üblichen Trubels auf den Decks genießen.

In der Lounge erwartet den Gast von morgens bis 19 Uhr eine hochwertige zusätzliche Auswahl an inkludierten Speisen und Getränken. So kann man den Tag mit einem Gourmet-Frühstück starten, später zu feinen Snacks, Blinis und Kaviar, Sushi und Tapas vorbeischauen und am Nachmittag eine exklusive Kaffeestunde genießen. Ein Highlight ist der Aperitif vor dem Dinner- Sei es ein Glas hochwertige Champagner, eine wechselnde Auswahl erlesener Premium-Weine und Spirituosen.

Großzügige Panoramafenster ermöglichen einen atemberaubenden Blick auf das Meer, während das Interieur mit seiner Kombination aus edlen Materialien, warmen Farbtönen und modernen Akzenten eine einladende Wohlfühlatmosphäre schafft. Bequeme Sitzgruppen laden zum Verweilen ein, ob für ein Gespräch zu zweit oder in geselliger Runde.

Doch die meisten Suitengäste sind begeistert von dem sogenannten Excellence Service, bei dem ein Concierge bereitsteht, um individuelle Wünsche der Gäste zu erfüllen – sei es die Reservierung in Spezialitätenrestaurants, die Buchung von Landausflügen oder die Terminierung von Spa-Anwendungen. Auch die tagesaktuelle Zeitungen und Magazine finden immer ihre Leser. Und auch am Anreisetag muss man nicht schon in aller Herrgottsfrühe von Bord, sondern kann die öffnetlichen Bereiche auch am Abreisetag weiternutzen.

In den Suiten stehen neben der täglichen Tageszeitung kostenlose Getränke aus der Minibar und unbegrenzter Kaffeegenuss zur Verfügung. Durch die WLAN-Flatrate ist man immer informiert über das, was in der Welt und im Freundeskreis passiert und die Kids können die Spielekonsolen mit ausgewählten Spielen nutzen. Und wem es auf dem Pool-deck zu voll ist, der findet auf dem X-Sonnendeck Ruhe und Entspannung.

© Michael Ritter

Kaviarauswahl in der XLounge

(c) Michael Ritter

(c) Connaisseur & Gourmet 2026