Kochbücher & Küchenhilfen - für Sie gelesen und getestet

Kochen mit Druck

Beouf Bourguignon aus dem Schnellkochtopf

(c) Kuhn Rikon

Gerade in Zeiten steigender Energiepreise achten immer mehr Verbraucher heute auf energieeffiziente Zubereitung der Gerichte. Und die gar nicht so neue Technik hilft ihnen dabei. Zum Beispiel mit dem Dampfkochtopf der schon vor gut 75 Jahren zu einem Bestseller bei den Küchengeräten wurde. Gemüse, Fleisch und zahlreiche weitere Nahrungsmittel benötigen darin zum Garen deutlich weniger Zeit als in einem herkömmlichen Topf. So spart man je nach Speise zwischen 50 bis 70 Prozent – das lohnt sich beispielsweise bei einem Braten oder Hülsenfrüchten ganz besonders. Erfunden hat diese Technik Denis Papin bereits 1679 mit seinem Papin’schen Topf, mit dem durch Erzeugung unterschiedlicher Drücke die Siedetemperatur von Wasser beeinflusst werden konnte. Doch dies war mehr eine Erfindung für die naturwissenschaftlichen Labore. In Deutschland kamen die modernen Schnellkochtöpfe 1927 als „Sicherheits-Kochtopf“ auf den Markt. Auch in der Schweiz arbeitete man fieberhaft an Verbesserungen, bis 1949 Jacques Kuhn ein Produkt entwarf, mit dem äusserst sicheres, zeit- und energiesparendes Dampfkochen unter Druck möglich wurde. Sie ermöglichte wesentlich kürzere Kochzeiten, bewahrt mehr Vitamine und verwässert das Kochgut nicht.

Bis heute hat sich der Duromatic genannte Topf weltweit rund 12 Millionen Mal verkauft. Weil er beinahe unzerstörbar ist und Ersatzteile nach wie vor verfügbar sind, dürften bis heute einige der ersten Jahre noch immer im Einsatz sein. Kuhn Rikon gehört damit zu den Pioniere der Qualitäts-Schnellkochtöpfe und der Duromatic ist seit seiner Einführung vor 75 Jahren aus vielen Küchen, vor allem in der Schweiz, kaum mehr wegzudenken.

Seine Vielseitigkeit zeigt sich in den kreativen Rezepten, die der Hersteller jetzt in seiner „Cooking around the world“-Kampagne präsentiert, um zu zeigen, dass er weit mehr draufhat als nur das Garen einfacher Gerichte. Susan Kreihe hat dies zusammengestellt in einem neuen Buch „Gourmetküche aus dem Schnellkochtopf“. Als Appetizer empfiehlt sie türkischen Eintopf, libanesisches Baba Ghanoush, eine sri-lankische Karotten-Ingwer Suppe mit Kokosmilch, taiwanesische Nudelsuppe, kubanische Tacos und französische Schokoladenküchlein. Das bringt Abwechslung in den Alltag. Aber auch Boeuf Bourguignon mit Kartoffelplätzchen oder Quitten in Rotwein mit Sabayon gelingen in dem Schnellkochtopf richtig gut, denn man bekommt - wie man es aus der Schweiz erwarten darf - beste Qualität. "Das spürt man auch beim Kochen“, freut sich Susan Kreihe. Ein Vorteil: Die Modelle mit seitlichen Griffen sind leichter zu verstauen als herkömmliche Schnellkochtöpfe mit Stiel.

Bei Verwendung eines Gareinsatzes kommen die Lebensmittel überhaupt nicht mit Wasser in Berührung. Nach Abschalten der Energie lässt der Restdruck im Topf das Gut einfach weitergaren.Mancher hängt immer noch dem Vorurteil nach, dass ein Dampfdrucktopf explodieren könnte und das Essen herausschleudert, doch nicht nur bei Kuhn Rikon achtet man streng auf Sicherheitseinrichtungen, die dafür sorgen, dass die Töpfe keinen gefährlichen Druck aufbauen. Durch die richtige Handhabung tragen auch die Benutzer selbst dazu bei. Also: Die Gebrauchsanleitung genau lesen und an die Hinweise halten.

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