Something Rotten! . Shakespeare in Bad Hersfeld
Szenenbild Something Rotten
(c) BHF/Johannes Schremps
Bad Hersfeld, 05. Juli 2026 |
2015 feierte das Musical am New Yorker Broadway seine Uraufführung und wurde für zehn Tony Awards nominiert. |
Riccardo Greco als Shakespeare
(c) BHF/Johannes Schremps
Die Handlung: Die Erfindung des Musicals
Wir schreiben das Jahr 1595 in London. Das elisabethanische Zeitalter blüht, und ein Mann überstrahlt alles: der umschwärmte Theater-Superstar William Shakespeare. Im Schatten dieses Genies versuchen die beiden erfolglosen Dramatiker-Brüder Nick und Nigel Bottom, mit ihrer eigenen Theatertruppe Fuß zu fassen.
In seiner Verzweiflung sucht Nick die Hilfe der Wahrsagerin Nancy Nostradamusund bittet sie, ihm das nächste ganz große Ding der Theaterwelt vorauszusagen, um Shakespeare endlich auszustechen. Die hellseherische Antwort: Die Zukunft gehört Stücken, in denen Schauspieler nicht nur sprechen, sondern gleichzeitig auch singen und tanzen. Das „Musical“ ist geboren!
Die Brüder machen sich sofort an die Arbeit, das allererste Musical der Welt zu schreiben. Was folgt, ist eine wilde Komödie voller Slapstick, Selbstironie und unzähliger liebevoller Anspielungen auf bekannte Musical-Klassiker und Shakespeare-Zitate.
Gayl Tufts als Nancy Nostradamus
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Die musikalische Bedeutung des Werks
Für die Inszenierung in Bad Hersfeld wurde ein passender Cast zusammengestellt, der bei aller Unterschiedlichkeit komödiantisches Timing mit guten stimmlichen und tänzerischen Qualitäten verbindet. In der Rolle des Barden William Shakespeare, der die Rolle mit jeder Menge Selbstverliebtheit mit seiner Entourage voller bunter Vögel. Weniger der arrogante, rockstar-ähnliche Dichterfürst, als der immer auf der Suche nach guten Ideen aus anderer Feder, womit er den Bottom-Brüdern das Leben schwer macht. Dem mehr oder weniger verzeifelte Brüderpaar Nick und Nigel Bottom geben Christopher Bolam und Benjamin Sommerfeld ein Gesicht. Nicht immer gelingt es den Brüder-Gespann die Theaterwelt überzeugend zu revolutionieren. Da sind ihnen die mitwirkenden weiblichen Darstellerinnen ein ganzes Stück voraus. Allen voran Gayle Tufts als Nancy Nostradamus, denn die legendäre Entertainerin schlüpft absolut überzeugend in die Rolle der schrulligen Wahrsagerin, die den Brüdern die Idee für das erste Musical einflüstert - und sich dabei mehrfach verhört, wodurch sie statt Hamlet Omlett auf die Londoner Theaterbühne bringen und währendessen den verdeckt mitspielenden Shakespeare nicht nur gute Ideen, sondern auch die weltberühmten Zitate liefern. Urheberrecht gab es damals noch nicht und es wurde oft und gerne kopiert. Auch Johanna Zett als Bea, die emanzipierte und anpackende Ehefrau von Nick überzeugte stimmlich und darstellerische ebenso wie Valerie Luksch als Puritaner-Tochter Portia, die mi ihrer Schwäche für Poesie – und für Nigel – den Vater erzürnt. |
Mit Klaus Brantzen hat man in Bad Hersfeld den als Produzent eingestiegenen Shylock gesetzt, der - wie Portia - eine Anleihe aus Shakespeares Kaufmann von Venedig ist. |
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