Unsere Weintipps

Es muss nicht immer Alkohol sein

Traubensaft

(c) Jean Buscher

Wissenschaftler aus den Weinbauregionen der Welt betonen immer wieder gerne, dass Wein gut für die der Gesundheit ist – natürlich nur, wenn er in Maßen und nicht in Massen konsumiert wird. Das gilt selbstverständlich auch für dessen Grundprodukt – den Traubensaft, wobei es davon durchaus etwas mehr sein darf. Wir waren deshalb sehr erfreut, als uns Jean Buscher über seinen neuen alkoholfreien Trinkspaß für Jung und Alt informierte.

Der Namensgeber des Weinguts ist übrigens schon lange tot, denn er gründete den Familienbetrieb im Jahr 1844 in Bechtheim im schönen Rheinhessen. Der Vorname Jean vererbte sich über die Generationen und 2011 übernahm Jean Raphael Buscher von seinem Vater Jean Michael Stück für Stück mehr Aufgaben im Weingut.

Gault&Millau feiert sie als “Bechtheimer Qualitätspioniere“. In den 16 Hektar eigenen Weinbergen teilen sich weiße und rote Reben zu gleichen Teilen den Boden. Dabei ist das Spektrum groß: neben Riesling, Silvaner, Spät-, Grau- und Weißburgunder gibt es auch Muskateller, Schwarzriesling oder Rosenmuskateller. Bei der Vinifikation greift der junge Jean Raphael gerne auf Kenntnisse zurück, die er in Geisenheim und bei diversen Auslandseinsätzen erlernte.

Als die Stiftung Warentest sich vor Jahren des Themas Traubensaft annahm, beurteilte sie die davon als empfehlenswert. Jean Buscher hat sich bei seinem Dornfelder Traubensaft für den beim deutschen Verbraucher beliebteren roten Traubensaft entschieden, da die Aromen der verwendeten Dornfelder Trauben ihn intensiver riechen und schmecken lassen.

Jean Buschers Dornfelder Traubensaft

Anders als beim meist industriellen Saft verwendet Buscher als Winzer selbstverständlich Trauben aus eigenem Anbau. Das ist zwar teurer als die Saftgewinnung aus Konzentrat, das meist aus Italien, Spanien, Frankreich oder Übersee kommt, doch man schmeckt auch nach Ansicht zahlreicher Tester den Unterschied. Beim Direktsaft werden die Trauben entrappt, zerdrückt und die entstehende Maische anschließend gepresst. So bleiben Mineralstoffe und Spurenelemente und die bioaktiven Substanzen erhalten. Die hohen Anteile an Vitamin C, Vitamin B, Vitamin E und Folsäure, Calcium und Kalium können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Buschers Dornfelder Traubensaft ist mit seinem intensiven Fruchtgeschmack ein echter Genuss.

Als Durstlöscher ist Traubensaft wegen des hohen fruchteigenen Zuckeranteils weniger gut geeignet und hat dazu noch viele Kalorien. Besser eignet sich eine Traubensaftschorle. Das ist auch Buschers Empfehlung für die perfekte Erfrischung in der warmen Jahreszeit.

Für die kunstvoll gestalteten Etiketten haben die Buschers Trickfilm-Regisseurin Julia Ocker gewinnen können, die gerade mit der Kika-Kurzfilmreihe Animanimals für ihre kleinen Tiergeschichten mit dem Grimme Preis ausgezeichnet wurde. Im Kika hatte sich Jean Philipp, der Sohn Jean Raphaels und seiner Frau Nicole, in die fröhlichen Tierfiguren verliebt und seine Eltern konnten Julia Ocker schnell überzeugen, die Etiketten des Traubensafts mit ihren fröhlichen Tierfiguren zu bevölkern und die Flaschen so zum echten Hingucker zu machen. Das Einbinden der Tiere macht auch Sinn, denn in Buschers Weinbergen tun seit fast vier Jahren Schafe ihren Dienst. Waren es anfangs nur Alfred und Lammstein, so ist die Gruppe im Lauf der Jahre angewachsen und wird von Nicole liebevoll betreut und der Fangemeinde als „Tierisches Vergnügen“ im Internet vorgestellt.

Jean-Secco

(c) Jean Buscher

Ein tierisches Vergnügen

Jean Raphael Buscher keltert dabei den Dornfelder sortenrein, um die ganze harmonische und fruchtbetonte Typizität der Traubensorte auch im Saft zu erhalten. Die deutsche Sorte Dornfelder eignet sich wegen ihrer kräftigen Textur sehr gut, um die Aromen der Traube in den Saft zu bringen. Wie beim Wein stammen auch die Trauben für den Saft aus dem rheinland-pfälzischen Rheinhessen. Während der Reifung auf der Flasche scheidet der Saft überschüssige Säure als Weinstein aus, ein ganz natürlicher Vorgang, der Flaschenreife anzeigt und bestätigt, dass alles naturbelassen blieb. Wenn man die Flasche behutsam einschenkt, bleibt er meist am Flaschenboden. Die Buschers nennen den Saft gerne „Kinderwein“ und sicher liebt ihn auch ihr Sohnemann Jean Philipp. Nicole Buscher hat einen ganz eigenen Tipp zur Verwendung des Traubensafts: „Meine Kinder lieben es, wenn ich den Guss des Erdbeerkuchens anstelle von Wasser mit Saft aufkoche. Die Erdbeeren und der leichte Geschmack nach Traube harmonieren sehr gut miteinander.“

Neben dem Traubensaft gibt es auch eine weitere alkoholfreie Alternative bei den Buschers. „Unsere Kinder sind in der Regel dabei, wenn wir zu besonderen Gelegenheiten anstoßen“, sagt Nicole. „Das hat uns auf die Idee gebracht, speziell für sie und ihre Freunde den neuen ‚Jean Secco‘ herzustellen.“ Dabei haben die Buschers auf der Suche nach einem besonders spritzigen Resultat eine Cuvée aus zwei beliebten weißen Rebsorten geschaffen: Der fruchtig-milde Müller-Thurgau wird durch den stärker säurehaltigen Riesling ergänzt, der sich gut zur Versektung eignet. Eine sehr schön fruchtige und perlende Variante, mit der sicherlich nicht nur Kinder begeistert anstossen werden. Beide alkoholfreien Varianten und das gesamte Weinsortiment können Interessenten in Buschers Online-Shop ordern.

(c) Connaisseur & Gourmet 2019