Unsere Weintipps

Besuch auf der Enologica in Bologna

Palazzo Re Enzo im Zentrum Bolognas

(c) Michael Ritter

Das historische Zentrum Bolognas

Giambolognas Neptun

(c) Michael Ritter

Auf der Piazza Maggiore im Herzen Bolognas stehen schwerbewaffnete Carabinieri mit wachen Augen. Sie haben nicht die Weinliebhaber im Auge, die im 1245 errichteten Palazzo Re Enzo die Weine der regionalen Weinmesse Enologica verkosten, sondern bewachen rund um die Uhr den Eingang der Basilika San Petronio.

Es ist das historische Zentrum der Stadt. Mitten auf einer der Plätze steht ein prachtvoller Brunner mit einer monumentalen Neptunstatue, die der aus Flandern stammende Bildhauer Giambologna vor gut viereinhalb Jahrhunderten schuf und die nach wie vor die Menschen anlockt.

Direkt gegenüber vom Brunnen liegt der Eingang zum Palazzo Re Enzo. Man nennt ihn Palazzo Nouvo, also neuer Palast, da er im Mittelalter nach dem benachbarten Palazzo del Podestá erbaut wurde. Der eigentliche Name stammt von Enzio oder Heinz von Sardinien, dem unehelichen Sohn Stauferkaisers Friedrich II., der nach dem Sieg der Bologneser gegen die kaiserlichen Truppen 1249 gefangen genommen wurde und dort fast die Hälfte seines Lebens in ritterlicher Haft verbrachte und melancholische Verse schmiedete.

Schon beim Näherkommen hört man angeregtes Geschnatter auf der offenen Loggia im ersten Obergeschoss, von der aus man den Trubel auf der Piazza gut verfolgen kann. Schon seit Jahren hat Bologna den Individualverkehr ins historische Zentrum massiv eingeschränkt. Tagsüber braucht man eine entsprechender Ausnahmegenehmigung und am Wochenende verwandelt sich die Via dell’Indipendenza, die zum Bahnhof führende Hauptstraße, in eine große Fußgängerzone. So braucht man nicht unter den 40 Kilometer langen Arkaden zu schlendern, sondern kann bei schönem Wetter von der Straße die beeindruckenden Fassaden der Prachtbauten bewundern und einen Stopp in den zahlreichen Bars oder Cafés einlegen.

Es fällt schnell auf, dass Bologna von Studenten geprägt ist. 1088 gegründet ist die Universität die älteste in Europa. Jeder Fünfte der knapp 400.000 Einwohner ist Student und viele davon leben im quirligen historischen Zentrum. Auch die Meute, die mich vor dem Eingang der Enologica, der regionalen Weinmesse der Emilia-Romagna, in Empfang nimmt, ist ausgesprochen jung und genussfreudig.

Enologica im Saal der Dreihundert

(c) Michael Ritter

Die Weinmesse Enologica

Weingut Terraquilia

(c) Michael Ritter

Die Messe Enologica eröffnet Besuchern die großartige Chance an zentralem Ort in der Genusshauptstadt Bologna bei Winzern typische Weine der Emilia-Romagna zu degustieren. Auch das Gastronomische kommt bei den „Via Emilia Koch- und Weingesprächen“ nicht zu kurz. Die von den Weinexperten Luca Gardini und Adua Villa geleiteten Gespräche lassen die spannenden Rohmaterialien der Küche der Emilia-Romagna mit deren regionalen Weinen in einen Dialog treten. Nach den dabei servierten gastronomischen Probierhappen nutzte ich die Anregung der beiden Moderatoren, um mir das weingastronomische Angebot dieser Genussregion anzuschauen, dass noch stärker als heute in den Fokus des Weintourismus treten soll.

Mein erster längerer Besuch führte mich vor rund 40 Jahren für ein Praktikum in die Emilia-Romagna. Schon damals überraschte mich die Qualität des Lambruscos vor Ort. In meiner Heimat Nordhessen, einer wenig weinaffinen Region, wurde damals in den Kneipen und Gaststätten Wein überwiegend nach der Farbe unterschieden. Als Jugendliche hatten wir für Partys oft einfache Weine, wie Chianti, Kalterer See, Soave, Lambrusco oder Samos für kleines Geld in 2-Liter-Flaschen im Supermarkt gekauft. Das förderte bei mir nicht unbedingt den Ruf von Wein als Genussmittel. Schlimme Plörre konnte man zwar auch vom deutschen Winzer bekommen, aber hier hatten es offenbar Geschäftsleute verstanden, Produkte auf den internationalen Märkten zu platzieren, die ein Minimum an Einsatz mit maximalem Profit verbanden. Das dies möglich war lag daran, dass viele Verbraucher billigen Wein kaum von teuren Wein unterscheiden können. Das hat sich bis heute nur marginal verbessert. Wirkliche Experten sind rar. Viele kennen ihre eigenen Grenzen und beschränken Weinkäufe deshalb meist auch auf günstige Weine aus Massenproduktion.

Sie machen heute rund 95 Prozent des Markts aus und landen fast nie in Wein- und Gourmetgazetten. Erst 2009 brachte Cordula Eich für einige Jahre ihren Super Schoppen Shopper auf den Markt, in dem sie, wie sie sagt „selbstauferlegten Konsumentenauftrag“, Supermarkt- und Discounterweine auf Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis testete. Eine sinnvolle Hilfe, denn der größte Teil des vergorenen Rebsafts sucht bei Discountern wie Lidl und Aldi seine Verbraucher – zu Preisen meist deutlich unter fünf Euro.

Wer heute eine Reise durch die Weinbauregionen der Welt antritt, wird feststellen, dass es in dieser Preislage schwierig ist, einen ordentlichen Qualitätswein zu finden. Das trifft auch für Italien zu. Daniele Cernilli, der über Jahrzehnte mit dem Gambero Rosso die besten Weine Italiens unter die Lupe nahm, kann davon ein Liedchen singen. In seinem neuen „ultimativen Weinführer Italiens 2020“ hat er für die deutsche Ausgabe Weine bis 15 Euro als günstig bezeichnet und richtig luxuriös wird es für ihn erst ab Flaschenpreisen ab 80 Euro. Da beginnen viele deutsche Weinfreunde zu schlucken.

Doch zurück zur Enologica und in die Emilia Romagna. Hier ist es gar nicht so schwer, exzellente Weine zu einem günstigen Preis zu finden, die der Gambero Rosso mit drei Gläsern oder DoctorWine Cernilli mit mehr als 90 Punkten adeln. Nicht nur die Crème de la Crème, sondern auch junge aufstrebende Winzer, die sich dem nachhaltigen Anbau verpflichtet haben, stellten dort im großen Saal der Dreihundert ihre aktuellen Weine vor.

Pierluigi Scolette

(c) Michael Ritter

Die Enoteca Regionale Emilia Romagna

Organisiert hatte das dreitägige Event die Enoteca Regionale Emilia Romagna, deren rühriger Präsident Pierluigi Sciolette darin mehr als 200 Produzenten vom kleinen Familienbetrieb bis hin zu den großen Winzergenossenschaften versammelt hat. „In der Emilia Romagna wird eine große Vielfalt an Weinsorten produziert“, freut sich der Grandseigneur, der den Weintourismus in seiner Heimatregion vorantreiben möchte, denn um die Produkte der Region wirklich gut verstehen zu können, sei es notwendig Land und Leute vor Ort kennenzulernen, beim Winzer vorbeizuschauen und mit den unterschiedlichen Weinen der Region auch die Kultur der Menschen tief in sich aufzunehmen. Es ist kein kleines Gebiet, da ist Vielfalt beim Wein aber auch in der Küche vorprogrammiert. Sciolette verweist dabei auf die alte Römerstraße, die die gesamte Region mit weltberühmten Städten wie Piacenza, Parma, Modena, Bologna und Rimini an der Adria über 270 Kilometer von Nordwesten nach Südosten miteinander verbindet. Auf fast 60.000 Hektar Rebfläche erntet man rund 9 Millionen Hektoliter Wein – fast so viel wie ganz Deutschland.

Es ist eine der fruchtbarsten Regionen Italiens und ein wahrer Delikatessenladen. Der Po versorgt die Region gut mit Wasser, das Klima ist mediterran und mild, Bologna, Modena und Parma waren stets reich und brachten Rezepte und Produkte auf den Markt, die jeder Feinschmecker kennt.

Eisen Abendvesper in Bologna

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Die Region der kulinarischen Genüsse

Kein billiges Vergnügen: handgemachte Tortellini

(c) Michael Ritter

Ist Parma für seinen Schinken, die Coppa und den Parmigiano-Reggiano-Käse berühmt, Modena für seinen Aceto Balsamico, so macht Bologna kulinarisch durch Ragù, Mortadella und Tortellini auf sich aufmerksam und an der Adria kann man zum Beispiel im La Buca in Cesenatico oder im Guido bei Rimini die großartigen Fische und Meeresfrüchte genießen, die Fischer am Morgen im Hafen anlanden. Die Emilia Romagna ist gesegnet mit typischen Produkten. Mit 44 Produkten hält sie den europäischen Rekord für die meisten Zertifizierungen von Agrar- und Lebensmittelprodukten. Kein Wunder, das gerade hier die „Cesarine“ gegründet wurden, eine Ansammlung von Hobbyköchen, die Gäste zum Essen bei sich willkommen heißen.

Man kann Emilia und Romagna als eine Brücke zwischen Nord- und Mittelitalien bezeichnen. Zwar bilden sie politisch eine Einheit, doch sind ansonsten die Gemeinsamkeiten begrenzt, denn jede der Regionen hat ihre Besonderheiten, die sie gerne und mit Inbrunst pflegt.

Natürlich verlangt jedes Gericht der Region auch seinen eigenen Wein. Pierluigi Sciolette ist zuversichtlich, dass jeder das passende findet. Albana, Centesimino, Famoso, Fortana, Gutturnio, Lambrusco, Longanesi, Malvaisa, Ortugo, Pagadebit, Pignoletto, Rebola, Sangiovese, Spergola und Trebbiano, sind nur einige der Rebsorten der Region, die vielen Weinfreunden (noch) weitgehend unbekannt sind.

Die Emilia dominiert die Landwirtschaft und der Obstbau. Hier wachsen viele natürlich schäumende Weine und Weine, die an die Lombardei erinnern. Dahingegen ist die Romagna durch die zum Apennin ansteigenden Hügel bestimmt. Es sind vor allem rote Trauben, oft Sangiovese, der durchaus die Qualität der bekannten Weine der Toskana erreichen kann.

Labrusco

The Lambruscoes (3337864102)

Lambrusco längst kein Alltagswein mehr

Lambrusco Concerto

(c) Medici Ermete

Neben dem schon erwähnten Lambrusco liefert auch der Pignoletto eine Reihe wirklich Trinkens werter Weine. Die weiße Rebsorte wird auf rund 7.000 Hektar angebaut. Wegen ihrer Pflegebedürftigkeit wurde sie bisher nicht oft kultiviert, doch das ändert sich gerade. Der Pignoletto oder Grecchetto Gentile ist äußerst aromatisch und mit leichter Säure und dient auch zum Verschnitt mit anderen Weißweinen. Für die Menschen in der Region sind dies die Alltagsweine, die man schon mittags genussvoll trinkt. Vielfach sind es die örtlichen Winzergenossenschaften, die große Mengen davon auf die Märkte bringen.

Beim Lambrusco haben wir es eigentlich mit einem ganzen Bündel von über 60 Varietäten. Vor allem trockenere Versionen sind sehr beliebt. Am verbreitetsten ist der Lambrusco Salamino, bei der zumindest ich gleich an die leckeren Würste denken muss. Die ertragsstarke, robuste und ausgesprochen spät reifende Sorte wird gern für perlenden Rot- und Roséwein verwendet. Hier treffe ich oft die vertrauten Aromen meiner Jugend. Es sind oft sehr süße und qualitativ schwache Weine. Die wenigen trocken ausgebauten Lambruscos können dagegen hervorragend sein und haben mich ebenso begeistert wie der exzellenten Lambrusco di Sorbara und der sehr aromatische Lambrusco di Grasparossa.

Durchaus ein Highlight bei der Verkostung war der trockene, elegante und perfekt ausbalancierte “Concerto”, ein Lambrusco Reggiano DOC 2018 secco von Medici Ermete & Figli aus Lambrusco Salamino. Auf der Messe traf ich Alessandro Medici aus der jüngsten Generation des Weinguts. Ich erzählte ihm, dass ich während meines Praktikums bei der Industrie- und Handelskammer in Parma mit einem Medici zusammengearbeitet hätte. „Das dürfte mein Großvater Giorgio gewesen sein“ erzählte er. Das würde passen, denn von ihm erfuhr ich, dass Lambrusco nicht der Inbegriff eines minderwertigen süßen Massenweins sein muss, bei dem man sogar Cola vorzieht, sondern das perlende Pressgut auch qualitativ hochwertig sein kann, wenn im Keller die Vinifizierung – wie bei Medici Ermete - gründlich überwacht. Dann kommen auch Tropfen wie der Concerto heraus, die nicht nur auf Sommerpartys überzeugen. In vielen Toprestaurants der Region stehen deshalb diese Weine auf der Weinkarte.

Weinberge der Emila Romagna

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Erstklassige Weingüter und günstige Preise

Die Romagna und ihr Sangiovese

(c) Michael Ritter

Das Weingut mit seinem 75 Hektar Rebfläche wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Remigio Medici gegründet. Schon oft wurde der Lambrusco-Hersteller im Laufe der Jahrzehnte ausgezeichnet und liefert mit seinem 'Concerto', der auch bei uns in Deutschland weniger als 9 Euro kostet Jahr für Jahr wieder höchste Qualität. Die Trauben werden streng selektiert und der erlaubten Höchstertrag pro Hektar deutlich unterschritten. Die Trauben stammen von der Hochebene und dem unteren Teil der Hügel, wo der lehmige Boden und das besondere Mikroklima sich gut dafür eignen. Das Weingut arbeitet dort umweltfreundlich mit zwei Betrieben. Die Trauben der langlebigsten und besten Weine reifen in sehr gepflegten eigenen Weingärten, für andere Weine greift man auch gerne auf benachbarte Betriebe zurück. Auch bei Weinen wie dem Assolo oder dem Bocciolo, ersterer trocken aus Lambrusco Salamino und dunklen, fruchtigen Ancellota gekeltert, letzterer süß aus Lambrusco Grasparossa, bietet das Weingut eine erstklassiges Preis-Genuss-Verhältnis.

Auch der Lambrusco di Sorbara “Vigna del Cristo” DOC 2018 secco von Cavicchioli U. & Figli, einem Weingut der Gruppo Italiano Vini in der Nähe von Modena mit den Enkeln des Gründers Umberto Cavicchioli als Önologen und Betriebsleiter war ausgezeichnet. Der Lambrusco di Sorbara ist so etwas wie ein Vorzeigewein der Region und der von Umbertos Sohn Piergiorgio aus einer Einzellage gewonnene "Vigna del Cristo" machte das Weingut von vor fast einem halben Jahrhundert zum Pionier der wiedererstarkten Lust am Lambrusco.

Die sandigen Weinberge aus Kalkmergel und Schwemmland liegen oberhalb des Flusses Panaro. Meist sind es Sorbara- und Salamino-Trauben, die dort wachsen. Auf den felsigen Ausläufern des Apennins wächst einige Kilometer südlich der Grasparossa. Meist sind es die typischen Pergola-Anlagen, die sich gut für eine Durchlüftung der Rebstöcke eignen. Spannend fand ich auch den Rosé del Cristo. Kein typischer Lambrusco, sondern ein nach der klassischen Methode auf der Hefe vergorener Sekt aus Lambrusco di Sorbara Trauben, der mit seiner blassrosa Farbe und den Aromen von Himbeere und kleinen Walderdbeeren begeisterte. Der DOC 2012 Brut kostet zwar rund das Dreifache des Vigna del Cristo, ist aber jeden Cent wert.

In der Romagna trinkt man auch gern den bei uns recht unbekannten autochthonen Albana. Über ihren Ursprung rätselt man noch, dich es es ist ein gehaltvoller trockener Wein, der sich auch hervorragend für einen Passito eignet. Der Terra! Und der Tregenta R! sind dafür sehr schöne Beispiele vom Bioweingut Villa Papiano. Die Traube ist in der Romagna angesehener als Pignoletto und grenzt sich so klar gegen den regionalen Trebbiano ab, der wie der Lambrusco ebenfalls in unterschiedlichen Spielarten auftritt. Auch von ihm kann man übrigens einen hervorragenden wein machen, wie Noelia Ricci mit dem 2016er Bro‘ mir Frische und knackiger Mineralität und schöner Tiefe beweist.









Immer beliebt: Lambrusco und Pignoletto

(c) Michael Ritter

Pignoletto -der weiße Schwager des Lambrusco

Gerade in den Hügeln rund um Bologna gedeiht der Pignoletto ausgezeichnet. Schon Plinius der Älteren hatte vor rund 2.000 Jahren in seiner Naturgeschichte einen Wein vorgestellt, der an ihn erinnert. Ein sehr angenehmer leichter Wein von voller strohgelber Farbe mit einem schönen kräftigen Aroma und leichter Säure mit einer leichten Bitternote beim Abgang, Die ideale Wahl für Fischgerichte und leichte weiße Fleischspeisen. Mit dem Quintessenza Pignoletto Spumante Brut DOC hat Medici Ermete ein schönes und preisgünstiges Exemplar im Angebot. Auch das Weingut Umberto Cesari, das sich besonders durch seinen schönen hocheleganten Sangiovese wie den Tauleto 2012 hervortut, hat mit seinem Pignoletto Frizzante einen sehr schönen fruchtig-frischen Perlwein im Angebot

Rennsportfreunde kommen bei einem Besuch des Umlands von Bologna voll auf ihre Kosten. Das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola liegt nur rund 40 Kilometer südöstlich. Dort fand bis 2006 der Große Preis von San Marino statt, dessen letzte Jahre eng mit Rennsport-Legende Michael Schumacher verbunden sind, der dort oft als Sieger dieses Ferrari-Hausrennens hervorging. Maranello, der Stammsitz Ferraris, liegt 40 Kilometer nordwestlich bei Modena.

Doch wer schon einmal in Imola ist, sollte unbedingt auch nach Dozza fahren, ein faszinierendes mittelalterliches Dorf inmitten von Weinbergen, dessen Rocca Sforzesca, die Enoteca Regionale Emilia Romagna beherbergt, in deren rund 1.000 Quadratmeter großen Weinkeller rund 800 Weine aus der Region angeboten werden.

Doch auch sonst hat die Region unendlich viel zu bieten. Die paar Tage, die ich an die Enologica anschließen konnte, reichen längst nicht aus. Ein paar Weinproduzenten, ein paar Hersteller von Salami, Mortadella, Käse und Schinken, ein paar erstklassige Essen mit regionalen Gerichten, ein Besuch im etwas verstörenden FICO Eataly, das in einer Mischung von Ikea und Grüner Woche den Besuchern die Kulinarik Italiens näher bringen soll, als wenn das die Region nicht ganz von allein schafft. Dann geht es wieder nach Hause. Bologna ist gut angeschlossen. Mehrere Flugverbindungen nach Deutschland und wer Flugscham zeigt, kann auch im Zug schnell nach Deutschland gelangen. Ich komme wieder!

© Michael Ritter

(c) Connaisseur & Gourmet 2020