Zu Gast (nicht nur) in Euopas Weinregionen

Spannende unbekanntere Ziele entdecken

Zur Food Zürich in die "Hauptstadt" der Schweiz

Food Zürich Opening Party

(c) Zürich Tourismus

Kleine Gerichte

(c) Zürich Tourismus

Elf Tage lang zelebrieren Köche und Produzenten in über 150 Veranstaltungen die Finanzhauptstadt der Schweiz als kulinarischen Hotspot und Treffpunkt für Geniesser, Wissbegierige und Familien. Zürich verwandelt sich ab den 7. September 2017 zum Paradies für Food-Aficionados jeglicher Couleur. Dabei gibt es von Sterneküche bis hin zu Street Food eine breites Angebot von Zürichs kulinarischer Szene in all ihren Facetten. Es geht durchaus bunt zu, denn gespeist und gekocht wird in allen erdenklichen Lokalitäten - in etablierten Restaurants ebenso wie im Tunnel, im Museum, im Schloss oder auch (fast wie in Havanna) in Privatwohnungen. Zur Auswahl steht die ganze Palette der Kochkunst, von Fine Food über Social Food bis Street Food. Viele Anlässe laden kleine und grosse Geniesser zum Mitmachen ein, sei es in Kochkursen, Workshops oder Degustationen.

Das Opening

Beginnen kann das Festival am Abend des 7. September mit dem Opening, wo die bekanntesten Zürcher 5-Sterne-Hotels die Gäste im Jelmoli FOOD MARKET mit einem prickelnden Abend der Genüsse auf die Festivaltage einstimmen. Nach einem Welcome Drink am Eingang spaziert man weiter, findet Gerichte der besten Zürcher Adressen wie Baur au Lac, Park Hyatt Zürich, Storchen Zürich, The Dolder Grand und Widder Hotel, die nicht nur optisch ein Spektakel sind, sondern im Mund erst die ganze Wucht entfalten. Auch FOOBY wird dabei mit einer Cooking Station vertreten sein und auch die Azubis der Sternehotels, die aus "Vörigem" - ünriggebliebenen Lebensmitteln von gestern - Überraschendes zaubern, ganz im Sinne von Leaf-to-Root und Nose-to-Tail. Die Besucher können so durch die Genuss-Welten schlendern und in einem Schlaraffenland der Aromen schwelgen. Als Motto hat man dieses Jahr “Do It Yourself“ erkoren. Was das heisst? Zum Beispiel: Pesto herstellen, Smoothies mixen, eine Wurst herstellen oder einen Käse mit Trüffeln veredeln – Langeweile kommt garantiert nicht auf. Nach 22 Uhr beginnt dann begleitend schon die "Aftershow"-Party in der Lounge des Swiss Casinos Zürich, wo die Gäste gegen Vorweisen des Armbands und eines Gutscheins, den sie während des Openings im Jelmoli erhalten, freien Eintritt, Bier, Prosecco, "Cocktails für Togo" und Spieljetons im Wert von CHF 20 erhalten.

Zürcher Geschnetzeltes

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ProSpecieRara Vielfaltsmarkt

Durch die industrielle Landwirtschaft sind auch in der Schweiz schon zahlreiche alte Gemüsesorten und Lebensmittel an den Rand gedrängt worden. Das man etwas dagegen tun kann, beweist die 1982 gegründete schweizerische Non-Profit-StiftungProSpecieRara, die gefährdete Kulturpflanzen und Nutztierrassen vor dem Aussterben bewahren will.Von A wie Apfelmost über C wie Chioggia-Rote Bete bis Z wie Ziger (Frischkäse) - das Angebot ist riesig und jeder Kauf unterstützt zugleich die Vielfalt in der Schweiz. Auch Liköre und Destillate, seltene Setzlinge für den heimischen Garten werden auf dem Vielfaltsmarkt angeboten. Im Gegensatz zu den sonst handelsüblichen Sorten sind die ProSpecieRara-Sorten nicht nur äusserst vielfältig in Geschmack, Farbe und Form, sondern können auch sortenecht vermehrt werden und werden meist unter dem ProSpecieRara-Gütesiegel hergestellt.


Die Rettung des Übriggebliebenen

Nicht nur die Deutschen, auch die Schweizer sind Verschwender. Über 2 Millionen Tonnen Lebensmittel sind es, die in der Schweiz jährlich verschwendet werden. In diesen Unmengen essbarer Abfälle steckt viel Obst und Gemüse, das aussortiert wird, weil es nicht der Norm entspricht. Dabei schmecken zweibeinige Karotten und krumme Gurken genauso gut! Mit der «Reschtä Rüschtete», die die Seidengasse zum Kochen bringen wird, setzt Slow Food Youth und der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich ein Zeichen gegen die Verschwendung. Bei Live-Musik mit den richtigen Beats sollen alle beim Gemüseputzen im Takt bleiben und Spass haben. Aus dem Gemüse kochen die Resteputzer dann ein schmackhaftes Gericht, das an die Passanten verteilt wird. Die Kinder können ihre Barkeeper-Qualitäten an der Apfelsaftpresse erproben und für Wissbegierige gibt es eine Ausstellung zum Thema Foodwaste.

Kartoffeln - Food Zürich

(c) Zürich Tourismus

Stadtgericht und Food Zürich

Auch das Motto fürs Stadtgericht lautet "Vörigs" und bezieht sich auf die Weiterverarbeitung von Resten und Produkten, die übriggeblieben sind und üblicherweise bei der Zubereitung entsorgt werden. Mehr als 50 Restaurantbetreiber präsentieren mit Eigenkreationen ihre Interpretation des Themas und bieten am 9. September verschiedene Workshops zum Thema "Vörigs" an.

FOOD ZURICH wurde von Zürich Tourismus und Partnern aus der Gastronomie und Hotellerie gegründet. Das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindende jährliche Festival soll den kulinarischen Reichtum der Stadt und Region international hervorheben. FOOD ZURICH bietet dabei eine Bühne für das gastronomische Schaffen der Stadt und die vielseitige Palette des kulinarischen Genusses und konzentriert sich auf die Schweiz, Innovation, Nachwuchs und Nachhaltigkeit.

Beim Festival trifft die traditionelle Küche auf neuzeitliche Kreationen. Das reiche Programm, das auch junge Köche und Gastronomen mitgestalten, lädt zum Tüfteln, Entdecken und Diskutieren wissenschaftlicher Innovationen ein. Beim Debüt 2016 empfingen die rund 200 Produzenten, Gastronomen und Händler 62.000 Besucher. „Der Erfolg hat uns überrascht“, bekennen die beiden Veranstalter Alexandra Heitzer und Simon Mouttet. Die zweite Ausgabe des Festivals findet vom 7. bis 17. September 2017 an zahlreichen Schauplätzen der Stadt an der Limmat und der Region Zürich statt.

Frau Gerolds Garten

(c) Zürich Tourismus

Besuch in Zürich

Zürich bietet als eine vom Wasser geprägte „natürliche Stadt“ mit hoher Lebensqualität maximalen Genuss in Sachen Gastronomie, Kultur und Lifestyle. Es gibt eine aktive Kulturszene mit 50 Museen und mehr als 100 Galerien, führende Hotel- und Gastronomiebetriebe, Shoppingmöglichkeiten und ein pulsierendes Nachtleben. Die Region mit den kurzen Wegen zeichnet sich durch hervorragende Erreichbarkeit und Infrastruktur aus. Unser Tipp: das Kunsthaus Zürich, das Museum Rietberg und - als MUST für Fusssball-Fans - das FIFA World Football Museum

Anreise

Auch wenn die Bahnstrecke im Rheintal zwischen Rastatt und Baden-Baden während des Festivals immer noch unterbrochen ist und Bahnfans die Anreise verleidet, bietet Flixbus und der IC-Bus der Deutsche Bahn günstige und sichere Direktanreise aus vielen deutschen Städten - auch über Nacht, denn während die Bahn ihren Nachtservice herunterfährt, sind die grünen Busse oft auch nachts unterwegs. So kann man oft den ganzen Tag nutzen und spart die teuren Übernachtungspreise. Vor Ort ist man mit einem 24-Stunden-Ticket für 8,80 CHF günstig und schnell unterwegs.

Wer mit dem Auto anreisen möchte, sollte sich klar machen, dass Parken teuer ist. Weisse Parkplätze, blaue Parkplätze, Parkhäuser und Bewilligungen – die Zürcher Parkordnung ist sehr restriktiv und wer einen Strafzettel (ab 40 CHF) vermeiden will, hält sich besser an die Regeln. Generell ist das Parken nur auf ausgewiesenen Parkplätzen erlaubt. Die Stadt rät Autoreisenden eines der 10 Parkhäuser der Stadt Zürich (23 bis 47 CHF) zu nutzen, für die Signaltafeln an den Verkehrsknoten die Zahl freier Parkplätze und den Weg anzeigen. Die öffentlichen Parkplätze mit Parkuhr eigenen sich für kurze Aufenthalte (weisse Zone) und sind 30 Minuten oder 2 – 4 Stunden nutzbar. Dieses Jahr hat man erstmals seit 23 Jahren in der Stadt die Parkgebühren erhöht. In der Innenstadt und in Oerlikon kostet der Parkplatz einen Franken in der ersten halben Stunde, eine Stunde kostet 3 Franken und vier Stunden 11.50. Auch sonst kostet das Parken mindestens 50 Rappen pro Stunde und die Parkuhren müssen Montag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr gefüttert werden. Nur am Sonntag ist das Parken gratis. Im Ausgehviertel Zürich-West sind die Parkplätze von Donnerstag 9 Uhr bis Sonntag 9 Uhr durchgehend gebührenpflichtig. Man kann die Parkgebühren auch in Euro berappen, zahlt aber einen ungünstigen Wechselkurs von 1:1. Bargeld ist dabei notwendig.

Übernachtung

Billig sind die Übernachtungen in Zürich nicht. Man sollte etwas vorplanen und rechtzeitig buchen. Ein ganz frischer Tipp wäre das neue, einzigartige Lifestyle-Hotel: acasa Suites, sehr zentral, nur 10 Minuten mit ÖPNV vom Hauptbahnhof Zürich und vom Flughafen entfernt, eröffnet es am 12. September in Zürich-Oerlikon seine 141 Zimmer und Suiten mit Kitchenette. Die Gäste erwartet ein tolles Hotelerlebnis im gehobenen 3-Sterne-Superior-Segment. Restaurant mit Bar und Garten, Lounge und Bibliothek, Urban Spa und Fitness gehören ebenso dazu wie 64 exklusive Parkplätze und Tesla-Charger. Das Interior-Design mit seinen wertigen Materialien und gedeckten Farben, die für ein zeitlos-urbanes Wohlfühl-Ambiente sorgen, stammt von Andrin Schweizer. Auch neu: das 25hours Hotel Langstrasse Das inzwischen bereits zweite Hotel von 25hours in Zürich mit seinen 170 Zimmern liegt direkt am Gleisfeld vor dem Hauptbahnhof und spielt mit den Kontrasten zwischen Banken und Rotlicht, zwischen Kunst und Kommerz. Herzstück des Hauses sind das eklektische NENI Restaurant und die Cinchona Bar im Erdgeschoss des Gebäudes, die nicht nur für Hotelgäste Anlaaufstellen sind.

Restaurant-Tipps

Sie werden mit dem Angebot von Food Zürich schon genug zu essen bekommen. Hier aber noch ein paar spezielle Tipps: Vegetarier werden das Hiltl Sihlpost lieben, das im altehrwürdigen Postgebäude am Europaplatz von frühmorgens bis spätnachts zu gesundem Genuss vom Hiltl Buffet einlädt. Frisch gepresste Fruchtsäfte, hausgemachte Eistees, Limos, feine Kaffee- und Teespezialitäten und edle Cocktails gehen dabei über die originalen Posttheken aus den 1930er Jahren. Geniessen kann man die vegetarischen und veganen Köstlichkeiten gemütlich vor Ort oder als Grab&Go im Zug, Tram, Bus oder Schulzimmer – für alle, die es ganz eilig haben. Für Antonio Colaiannis sinnliche Küche ist das GUSTAV bekannt. Mediterran sind die modern interpretierten klassischen Gerichte mit italienischem Einschlag. Die Weinkarte umfasst über 350 Positionen, die Champagnerkarte mehr als 120 Positionen. Von einfachen Winzerproduktionen bis zu grossen Namen. Sehr stilvoll geht es zu im schicken Razzia, einem der spektakulärsten Restaurants Zürichs. Der sechs Meter hohe Prachtsaal des ehemaligen Stummfilmkinos wurde mit Stilsicherheit und Mut umgebaut, aber der Charakter des klassizistischen Baus blieb erhalten. Die Gäste haben direkten Blick in die Küche, wo authentische Gerichte aus aller Welt zubereiten werden. In der begehbaren Weinschatzkammer dürfen die Gäste ihren Wein gerne selbst aussuchen. In der warmen Jahreszeit öffnet der romantische Hinterhofgarten.

(c) Michael Ritter

(c) Connaisseur & Gourmet 2017