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Trotz Trump & Co einen Besuch wert

Weinland Chile - Erkundungen am Andenrand

Chile

(c) Louis Valiente CC0 via Pixabay

Chile – Ein Besuch in den Weinregionen zwischen Wüste und Gletschern und zwischen Anden und Pazifik. Unser Autor Michael Ritter hat das Land besucht, Winzer und Hoteliers besucht und die neuen Weine des beliebten Weinlandes verkostet.

Der Hockeyschläger am Andenrand

Es liegt nicht gerade vor unserer Haustür . Wie ein Hockeyschläger bildet Chile mit einer Länge von 4300 Kilometern und einer Breite von oft nicht viel mehr als 150 Kilometern die Westküste des südlichen Südamerikas. Kein Wunder also, dass das Land ein breites Spektrum von Klimazonen zu bieten hat. Von der knochentrockenen Atacama-Wüste im Norden über das stark bevölkerte Zentrum rings um Santiago de Chile bis hinunter zur Insel Chiloé und den Fjorden Südchiles, wo riesige Gletscher kalben und das vom Sturm umtobte Kap Hoorn den südlichsten Punkt des Doppelkontinents markiert und der Osterinsel in den Weiten des polynesischen Pazifiks mit ihren kolossalen Moai-Statuen reicht das Spektrum.

Die meisten Besucher treibt es zu allererst in die Hauptstadt Santiago. Auch immer mehr Chilenen suchen dort ihr Glück. Mehr als sechs Millionen Menschen - fast die Hälfte der Bevölkerung- hat sich auf der Suche nach Arbeit in und um die Metropole angesiedelt. Ein Drittel davon haust mehr schlecht als recht in den durch die Kürzungen der Sozialleistungen entstandenen Armenvierteln. Wie eine Krake hat sich die Stadt über die Hänge der Anden und das nahe Maipo-Tal ausbreitet. Manche Weinberge, wie das traditionsreiche Vina Cousiño Macul mit seinem ausgewogenen Cabernet Sauvignon Antiguas Reservas sind ist inzwischen eingekreist von Einkaufszentren und neuen Wohnsiedlungen.

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