Literatur für Genießer und Reisende

Pavese, Das Haus auf dem Hügel

Pavese, Das Haus auf dem Hügel

(c) Edition Blau

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Im piemontesischen Turin bedrohen im Juni 1943 die nächtlichen Luftangriffe der Alliierten die Stadt. Wer kann, rettet sich mit Einbruch der Dunkelheit auf die Hügel. Auch der Lehrer Corrado, den die anderen am städtischen Gymnasium nur ehrfürchtig »Professore« nennen, will dort dem Krieg entkommen. Angezogen vom Gesang der Menschen stößt er zum Gasthaus Le Fontane, von dem aus man die Stadt in Flammen aufgehen sieht. Die Menschen diskutieren, was werden soll, hier formiert sich der Widerstand der Partisanen. Unter den Leuten ist auch Cate, eine frühere Liebe Corrados, und Dino, ihr Kind, das vielleicht von ihm ist. Als eines Tages die Meldung vom Waffenstillstand verkündet wird, keimt kurz Hoffnung auf. Aber schnell dringen die Deutschen ins Land und damit fängt alles erst an.

Vor 110 Jahren geboren, wuchs Cesare Pavese in Santo Stefano Belbo und Turin auf. Früh starb sein Vater.

Nach dem Sprachstudium übersetzte er englische und amerikanischer Literatur, trat 1938 ins Verlagshaus Einaudi ein. Er gilt als wichtiger Vertreter des Neorealismo. 1950 erhielt er den renommierten Premio Strega und nahm sich wenig später auf dem Höhepunkt seines literarischen Erfolgs in einem Turiner Hotelzimmer das Leben. Sein im deutschen Sprachraum wenig bekannter Roman Paveses, spielt in der wirren Situation jener dramatischen Sommermonate in Italien und erzählt, wie Corrados Existenz gegen innere Widerstände schließlich ganz und gar vom Krieg eingenommen wird. Maja Pflug holte das Buch mit ihrer stimmigen Neuübersetzung ins Heute, so dass wir hier eine spannende einzigartige literarische Auseinandersetzung über die Unentrinnbarkeit des Kriegs und die Frage nach dem Sinn von politischem Handeln.

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