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Trolls

Trolls

(c) 20th Century Fox Home Entertainment

Schon seit 20 Jahren leben die immer gutgelaunten Trolle in Frieden, nachdem sie ihr Anführer König Peppy (Helmut Gauss) sie aus der Gefangenschaft der fiesen Bergen befreit hat, für die es nichts Besseres gibt, als die kleinen Geschöpfe mit den langen Haaren zu verspeisen. Für die Trolle gilt es deswegen nur noch jeden Tag eine große Party nach der anderen zu schmeißen. Angeführt werden sie dabei von Peppys Tochter Poppy (Lena Meyer-Landrut), dem fröhlichsten aller Trolle. Doch die ständige Feierei ruft die Bergen wieder auf den Plan, die eines Tages fast die gesamte Troll-Bevölkerung entführen. In ihrer Verzweiflung wendet sich Poppy an den einzigen schlecht gelaunten, vorsichtigen und niemals singenden Troll den es gibt: Branch (Mark Forster). Gemeinsam begibt sich das ungleiche Paar, das sich nicht ausstehen kann, auf eine gefährliche Reise. Der Animationsfilm basiert auf den "Troll Dolls", einer berühmten Spielzeugreihe.

Mit dem Abschied von DreamWorks-Mitgründer und CEO Jeffrey Katzenberg geht in Hollywood eine Ära zu Ende. 2013 erwarb er noch die Rechte an den Trolls-Puppen mit ihrem wirren Haar und darf diese weltweit vermarkten - außer in Skandinavien, wo Thomas Dam sie einst erfand. Jetzt bekommt das fröhliche Fantasie-Volk einen eigenen Kinofilm, der besonders für das junge Zielpublikum zugeschnitten ist.

Regisseur Mike Mitchell schuf dafür eine hübsche Trickfilmwelt. Nicht so ganz gelungen erscheint uns die Story der Musical-Komödie. Anders als beim Riesenerfolg „Shrek – Der tollkühne Held“ mit dem übellaunigen Oger, in dem man sich über familiengängiges aus dem Hause Disney lustig machte, erfüllt DreamWorks hier ebenfalls die gängigen Klischees. Dafür ist „Trolls“ unglaublich proper und technisch perfekt gemacht, vermag aber nicht den richtigen Spaß aufkommen zu lassen. Trotz der an und für sich ausreichenden Geschichte am existentiellen Limit, kommt nicht so recht Spannung auf. Auch die Austauschbarkeit der ziemlich uniformen Trolls trägt nicht gerade zu einer Identifizierung bei. Wie bei einem braven Familienfilm nicht anderes zu erwarten, bleiben die Trolls uns auch über das Ende des Films erhalten. Die ganze Troll-Welt wirkt flauschig, als wäre sie aus Knetmasse, Bastelpapier und Glitzerstaub hergestellt. Der Soundtrack aus extra für den Film geschriebenen Liedern und Evergreens geht in die Beine, zumindest im englischen Original.

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