Gute Restaurants rund um den Erdball

Vapiano mit neuer Speisekarte und Bestellsystem

W. Müller, S. Spiegelberg und J. Rehköämper

(c) Vapiano

Vapiano mit neuer Speisekarte und neuem Bestellsys

Mit einer aktualisierten Speisenkarte mit 18 neuen Gerichten und einem für den Kunden bequemeren und vor allem schnelleren Bestellsystem will die Kölner Systemgastronomie-Kette Vapiano das Unternehmen neu aufstellen, neue Kunden gewinnen und alte zurückholen, die in den vergangenen Jahren - trotz guter Qualität und vernünftigen Preisen - wegen der oft langen Warteschlangen in den Spitzenzeiten abgesprungen waren. Mit den neuen Ansätzen soll die Kette, die Speisen italienischer Art nach dem Fast-Casual-Prinzip anbietet, in Zukunft wieder Gewinn einfahren, nachdem sie durch die schnelle internationale Expansion in die Verlustzone gerutscht war.

Als das erste Vapiano-Restaurant 2002 in Hamburg eröffnete, kam der neue Trend eines Restaurants in attraktiver Lage für Pasta und Pizza beim Publikum gut an. Der Gast konnte die Gerichte direkt an der offenen Küche bestellen, wo sie dann vor seinen Augen frisch zubereitet wurden. In den Folgejahren breitete sich Vapiano erst über ganz Deutschland und in den vergangenen Jahren auch immer stärker im Ausland aus. Möglicherweise zu schnell, meinen einige Gastronomieexperten, denn nicht alle Filialen, die als Eigenbetrieb oder als Franchise-Unternehmen laufen, lieferten Gewinn bei der börsennotierten Muttergesellschaft ab. Oft blieben in den Restaurants die Kunden weg, wenn die Schlange an der Essensausgabe die Mittagspause dahinschmelzen ließ.

Für die Präsentation des neuen Konzepts in Berlin hatte sich Vapiano mit der veganen Bloggerin und Kochbuchautorin Stina Spiegelberg auf der einen und dem Berliner Metzger und Sternekoch Wolfgang Müller auf der anderen Seite zwei Partner in die Küche geholt, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Im Berliner Vapiano-Restaurant am Checkpoint Charlie konnten beide ihre jeweiligen Lieblingsgerichte aus der neuen Speisekarte zubereiten und dabei die zahlreichen Möglichkeiten zeigen, sich seine eigenen Lieblingsgerichte in der Showküche zubereiten zu lassen.

Dort bereiten sonst die sogenannten VAPIANISTI die jeweiligen Gerichte ganz nach Gästewunsch frisch zu. Die neue Speisekarte wurde in dem Berliner Restaurant schon einmal ausprobiert und ist zwischenzeitlich in allen Vapiano-Restaurants erhältlich. Die Gäste können die meisten Gerichte nach ihren individuellen Wünschen verfeinern und kombinieren.

Das ebenfalls in Berlin mit Erfolg getestete neue Bestellsystem ermöglicht den Gästen auch als Grüppchen mit unterschiedlichem Geschmack die gemeinsame Bestellung, die zeitgleiche Fertigstellung der Gerichte und sorgt dabei für einen schnelleren Ablauf. So können auch größere Gruppen gemütlich zusammensitzen und die Vielfalt der Speisekarte genießen. Die Bestellungen erden dabei über einen digitalem Orderpoint oder eine persönliche Bestellung beim Mitarbeiter aufgenommen. Vapiano kann so die Bestellung und Zubereitung um bis zu 50% beschleunigen.

Vapiano biete Veganes und Fleischiges

(c) Vapiano

Ob vegan oder fleischig Vapiano hat s

Mit Stina Spiegelberg und Wolfgang Müller trafen an den Kochstationen zwei kulinarische Welten aufeinander. Während Wolfgang Müller das neu auf die Speisekarte aufgenommene Reef’n Beef wählte, ein Pastagericht mit Stücken vom Rinderfilet, Garnelen, Hummersauce, Karotten, Zucchini, Kirschtomaten, Zwiebeln, Lauchzwiebeln, Basilikum und Brandy, das er mit seiner ganz persönlichen Note an Gewürzen verfeinerte, entschied sich die Veganerin Stina für die ebenfalls neue vegane Version der Crema di Funghi mit Pappardelle, bei der die Sahne gegen eine vegane Kochcreme ausgetauscht wird. Dabei hebt die aus dem SWR bekannte vegane TV-Köchin die vielfältigen von Vapiano angebotenen Kombinationsmöglichkeiten hervor, indem sie ihr Gericht mit gegrillter Aubergine und veganem Pesto kombiniert.

Joachim Rehkämper, der als Vapiano-Vizepräsident Deutschland selbst mehrere vapiano-Restaurants als Frachisenehmer betreibt, freut sich, das sein Arbeitgeber gemäß „be yourself“, dem neuen Motto der Kette, den Gästen mit der neuen Speisekarte mehr Freiheiten und Möglichkeiten bietet, das Essen ganz nach eigenen Vorstellungen zusammenzustellen. „Neben neuen italienischen Gerichten nehmen wir aktuelle Food-Trends auf, wie unsere neuen Bowls.

Somit bieten wir allen ein kulinarisches Zuhause, vom Veganer bis zum Fleischesser.“ Alle Gerichte und Zutaten sind auf der neuen Speisekarte als vegan, vegetarisch, laktosefrei gekennzeichnet und auch für Genießer mit Glutenunverträglichkeit ist oft eine Alternative Zubereitung möglich – bei Pizza gegen Aufpreis. Sogar ausgefallene Kombinationen aus Nudelgericht mit veganem Pesto alla Genovese mit extra Fleisch oder Garnelen sind gemäß dem Kampagnen-Motto „Break the rules“ bei Vapiano jederzeit möglich. Unverändert bleibt dabei die gewohnte hohe Qualität und Frische der Zutaten, die täglich hausgemachte Pasta – da möchte man an der Vapiano-Philosophie auch in Zukunft nichts ändern, denn man möchte Anlaufpunkt für alle sein, für die Vielfalt auch in der Küche ein wichtiges Kriterium ist.

Rehkämper ist von dem Konzept seines Arbeitgebers überzeugt. „Wer hätte damals gedacht, dass italienisches Essen zubereitet in einem asiatischen Wok eine solche Geschichte schreibt.“
MR

(c) Connaisseur & Gourmet 2020