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Gounod, Faust

Charles Gounods Goethe Oper Faust gehört zu den auch beim breiten Publikum bekannten Beispielen der französischen romantischen "Grand Opera", von der sich bekanntlich nicht zuletzt Wagner zu seinen frühen Musikdramen inspirieren ließ. Mit Ildar Abdrazakov ist der dämonische Méphistophélès und mit Charles Castronovo auch die Titelrolle in dieser Produktion glänzend besetzt. Im Orchestergraben des Teatro Regio di Torino entfacht der italienische Spitzendirigent Gianandrea Noseda dazu ein faszinierendes Feuerwerk der Emotionen.

Besonderer "Hingucker" ist bei dieser Produktion jedoch das Bühnenbild, das einen gigantischen schwarzen Ring über der Bühne so platziert, dass dieser immer wieder für schaurige Schattenwirkungen sorgt. Die Inszenierung nutzt dankbar theatralische Effekte und eine Drehbühne, um diese Aufführung zu einem wirklich aufregenden Faust Erlebnis zu machen.

Charles Castronovo spielt die Titelrolle des älteren Wissenschaftlers, der trotz aller Erfolge unbefriedigt und ruhelos ist. Als ihm der dämonische Méphistophélès (Ildar Abdrazakov) erscheint und Faust zur Unterzeichnung eines Deals verführt, der ihm die erneute Jugend gegen Gegenleistungen in der Hölle verspricht. Dabei nutzt er geschickt das verführerische Bild einer jungen Frau, Marguerite (Vasilij Ladjuk). Anschließen in einen hübschen jungen Mann verwandelt begibt sich Faust mit dem heimtückischen Méphistophélès im Gefolge auf Verführerkurs.

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